Apple - schon eine Diktatur?

      Computer in der Lehre - schön und gut. Aber nicht nur. Es wird zukünftig sehr darauf ankommen, dass eine Balance zwischen IT-gestütztem und klassischem Lernen hergestellt wird. Das Bild ist in der Tat befremdlich. Zumal der Gesichtsausdruck aller Teilnehmer gelangweilter kaum vorstellbar ist.
      Passend dazu übrigens:

      heise.de/newsticker/meldung/Ap…kt-aufrollen-1417318.html

      Ein Milliardenmarkt. Aber ich halte es da mit Manfred Spitzer: wenn Kinder von frühester Jugend an nur noch das Gefühl kennen mit Fingern auf Glas rumzuwischen bekommt das Hirn zuwenig Impulse.

      RE: Apple - schon eine Diktatur?

      haribo schrieb:

      bei diesem Bild wird mir Angst. Stellt sich so Apple die Zukunft vor?

      Mit Sicherheit wäre das der Idealfall für Apple, warum auch nicht? Wenn ich Hersteller wäre, würde ich auch eine 100% Marktdeckung meiner Geräte wünschen. Ist das nicht genau das, was alle wollen - daß man bestenfalls nur deren Geräte kauft und nutzt?
      Ich vermisse immer noch den Zwang, Apple Gerate nutzen zu müssen? Hat doch jeder die freie Wahl, von inhaltlicher Kontrolle kann doch keine Rede sein, bei der Anzahl an Alternativen. Und daß es im Tante Emma Laden nur das gibt, was Tante Emma anbietet, ist doch das normalste der Welt. Will ich was anderes, geh ich eben woanders hin ;)

      haribo schrieb:

      bei diesem Bild wird mir Angst. Stellt sich so Apple die Zukunft vor? Fehlen nur noch die Uniformen (Rollkragenpullis).

      Ich kann mit dem Beitrag nicht wirklich was anfangen... was hat das mit einer Diktatur zu tun, es entscheidet doch jeder frei was er kaufen möchte. Außerdem: wenn auf anderen Laptops anstatt Dell, HP, Asus, Acer etc. ein Windows-Logo kleben würde sähe das genauso aus, und würde noch dazu die tatsächliche Verteilung der Systeme widerspiegeln. Da hat sich bisher auch keiner in dieser Richtung geäußert.
      IMHO bietet z.B. ein iPad auch Personen, die mit Technik wenig bis nichts am Hut haben, einen leichten Zugang zu Internet und interaktiven Inhalten - da muss man nicht groß die Bedienung des Gerätes erklären, sondern kann sich nach kurzer Zeit auf die Inhalte konzentrieren. Sicher ist eine Monokultur (im Sinne von "nur Apple") nicht wünschenswert, aber offenbar bekommen es andere Hersteller ja nicht hin.
      Gruß, Carsten

      aretiss schrieb:

      Ich vermisse immer noch den Zwang, Apple Gerate nutzen zu müssen? Hat doch jeder die freie Wahl, von inhaltlicher Kontrolle kann doch keine Rede sein, bei der Anzahl an Alternativen. Und daß es im Tante Emma Laden nur das gibt, was Tante Emma anbietet, ist doch das normalste der Welt. Will ich was anderes, geh ich eben woanders hin ;)

      Der Sohn eines Arbeitskollegen geht seit letzten Sommer auf die Oberstufe (in Berlin 7. Klasse). Im Oktober 2011 wurden den Eltern angeboten, zur "Verbesserung der Medienkompetenz" die Schüler mit Notebooks auszustatten. Angeboten wurden nur Macbooks (allerdings zu Sonderkonditionen und für Einkommensschwache gab es Entsprechende Zuschüsse). Andere Betriebssysteme wurden mit dem Hinweis "Wir haben nur einen Supportvertrag für Mac" und dem Fehlen eigener Fachkompetenz abgelehnt. Auch wurde auf die höhere Sicherheit gegenüber Windows hingewiesen (wegen der geringeren Anzahl von Schadsoftware) und dem Argument "für Mac gibt es nicht soviele Infos für die Kids im Netz, um die Rechner der schulischen Kontrolle zu entziehen".
      Zugegeben: Kein Zwang im juristischen Sinn (Ich habe ja die Möglichkeit auf die Nutzung eines Notbooks zu verzichten ;) ), aber imho ein hoher moralischer Zwang. Gleiches gilt natürlich auch wenn nur Windows-Rechner angeboten werden. Im Prinzip das selbe wie MS mit dem Einsatz gesponserter SW (Office und Co.) erreichen will: In frühen Jahren die Köpfe der Jugend erreichen, in der Hoffnung, das diese im "Alter" weiterhin ihre Produkte kaufen (ich kaufe das was ich kenne).
      Live long and prosper!
      R.I.P. Mr. Spock

      aretiss schrieb:



      IHMO besteht in Zukunft die Gefahr einer Monopolstellung.
      Was das für Verbraucher bedeutet muss ich hier sicher nicht erläutern.
      @aretiss: Sicher streben Unternehmen nach einer Monopolstellung (z.b. früher Microsoft). Sollte ein Monopol nicht aus natürlichen Gründen aufgebrochen werden, muss gelegentlich auch der Staat aus wettbewerbsrechtlichen Gründen eingreifen. "Gut und Bose" liegen hier sehr nahe aneinander. Innovation hin/her - Apple ist dabei ein schlimmeres Microsoft, wenn auch in hübscherer Verpackung, zu werden.
      Diese Firma hat für mich fast etwas Sektenhaftes, mit rasant wachsender Anzahl von Anhängern. Das Problem sind nicht die Innovationen und Produkte (die sind toll), sondern die Philosophie der Abgrenzung und Abgeschlossenheit des Systems. Ich sehe schon die iFernseher mit iProgramm, alles iKontrolliert.

      Darth Vader = Apple? Der Reiz der Dunklen Seite der Macht ;)

      Shook schrieb:

      Der Sohn eines Arbeitskollegen geht seit letzten Sommer auf die Oberstufe (in Berlin 7. Klasse). Im Oktober 2011 wurden den Eltern angeboten, zur "Verbesserung der Medienkompetenz" die Schüler mit Notebooks auszustatten. Angeboten wurden nur Macbooks (allerdings zu Sonderkonditionen und für Einkommensschwache gab es Entsprechende Zuschüsse). Andere Betriebssysteme wurden mit dem Hinweis "Wir haben nur einen Supportvertrag für Mac" und dem Fehlen eigener Fachkompetenz abgelehnt. Auch wurde auf die höhere Sicherheit gegenüber Windows hingewiesen (wegen der geringeren Anzahl von Schadsoftware) und dem Argument "für Mac gibt es nicht soviele Infos für die Kids im Netz, um die Rechner der schulischen Kontrolle zu entziehen".
      Zugegeben: Kein Zwang im juristischen Sinn (Ich habe ja die Möglichkeit auf die Nutzung eines Notbooks zu verzichten ), aber imho ein hoher moralischer Zwang. Gleiches gilt natürlich auch wenn nur Windows-Rechner angeboten werden. Im Prinzip das selbe wie MS mit dem Einsatz gesponserter SW (Office und Co.) erreichen will: In frühen Jahren die Köpfe der Jugend erreichen, in der Hoffnung, das diese im "Alter" weiterhin ihre Produkte kaufen (ich kaufe das was ich kenne).
      Ich erinnere mich, dass in meiner Grundschulzeit die Spaßkasse mal vorbeigeschaut hat und durch ein Geschenkeinlage von DM 5,-den Abschluss eines Sparkontos "versüßt" hat. Kein Mensch hat sich damals beschwert. Und was ist mit den Büchern? Die kommen doch auch gern aus einschlägigen Verlägen...Ich habe durchaus Verständnis, dass die Schule nur mit einem Hersteller Sonderkonditionen ausgehandelt hat. Sei doch froh, dass es sowas überhaupt gibt.

      haribo schrieb:

      ...Diese Firma hat für mich fast etwas Sektenhaftes, mit rasant wachsender Anzahl von Anhängern. Das Problem sind nicht die Innovationen und Produkte (die sind toll), sondern die Philosophie der Abgrenzung und Abgeschlossenheit des Systems. Ich sehe schon die iFernseher mit iProgramm, alles iKontrolliert.
      ich finde, das "Problem" sind die Anhänger. Wenn die alles blind anhimmeln, was von Apple als Neuheit verkauft wird, ist jede Ratio wirkungslos. Ich denke da an FaceTime aka Videotelefonie.
      m100 => m505 => T|3 => T|X => Treo 650 => Treo 650 | Zodiac¹ => Treo 650 | SGH-i600 | Zodiac¹ => P1i | SGH-i600 | Zodiac¹ => E90 | SGH-i600 | Zodiac¹ => E90 | Centro | Zodiac¹ => iPhone 3G | Centro | Zodiac¹ => iPhone 3G | N95 | Zodiac¹ => iPhone 3G | Pre => iPhone 4 | Pre => iPhone 4 | Pixi+ => iPhone 4 | BB Bold 9000 | Pixi+ => iPhone 5 | Veer | Pre3 | BB Bold 9000
      Diese Fotos stammen doch sicher aus einer Vorlesung eines Studienganges der irgendetwas mit Medien zu tun hat?!?!

      Ich kenne jemanden der 1 Semester lang sowas studiert hat, danach hatte er die Nase voll von den Snobs mit ihren Macbooks und vom Fakt das die Professoren ebenfalls nur dieses Zeug nutzten und auch keine alternativen für manche Software vorhanden ist.
      Er war der einzige der dort nicht ein Apple Gerät besaß und fiel mit seinem schwarzen matten Thinkpad auf wie ein bunter Hund!

      Wer sich freiwillig dieser Sache unterwerfen will der soll das tun. Ich für meinen Teil habe diese dunklen Machenschaften schon lang genug durchschaut.
      Hat sich jetzt jeder wieder über Apple ausgekotzt und ist zufrieden? Dann könnten wir ja jetzt vielleicht wieder die Produkte kaufen die wir möchten ohne sich vor irgendeiner Anhängerschaft rechtfertigen zu müssen... die fundamentalistischen Apple-Gegner unterscheiden sich in keiner Weise von sektenartig verbundenen Apple-Jüngern.

      @haribo Ich versteh ja deinen Ansatz, aber was bitte ist neu daran? Firma will Produkte verkaufen = Firma ist böse? Dann ist jede Firma in "dunkle Machenschaften" verstrickt. Etwas problematisch wird es immer wenn sich z.B. öffentliche Stellen wie Schulen auf ein System festlegen müssen. Stichwort iBooks 2 und Schulbücher auf dem iPad. Aber sowas geht nun mal nicht anders und war auch vor Apple nie anders. Dann werden Laufzeitverträge geschlossen, irgendwann kommen würdige Konkurrenten, und dann kann auch wieder umgestellt werden. Alle auch nur erdenklichen Systeme zu unterstützen kann nun mal in der Realität nicht immer finanziert werden.

      @Mystik-X Ich hatte sehr schnell die Nase voll von Freaks die auf ihrer Linux-Konsole auf einem Thinkpad beklebt mit 1337-Speak rumhackten nur um eine Datei zu kopieren. Wer ist jetzt besser, wer schlechter?
      Und inwiefern das Wort "unterwerfen" insbesondere bezogen auf Macs und das Unix-basierte OS X hier angebracht ist erschließt sich mir auch nicht.. ich hab keine iPeitsche im Rücken und rutsche auch nicht auf Knien vor einem leuchtenden Apfel. Also echt...

      So, dann kann das Thema ja evtl. bald abgehakt werden um in spätestens 2 Wochen wieder aufzutauchen :rolleyes: :D