USB Stick mit Musiktiteln resetten?

      USB Stick mit Musiktiteln resetten?

      Weiß denn jemand zufällig, wie man einen USB Stick, auf dem sich rund 1000 Musikstücke befinden, so "resettet" oder traktiert, dass er die Titel wieder von ganz vorne abspielt?

      Ich habe einen Kinter Mini Verstärker (eigentlich fürs Auto gedacht) in meiner Wohnzimmeranlage. Da kann man einen USB Stick mit Musiktiteln einstecken. Sobald man dem Kinter Gerät Strom frisch zuführt (Netz-Adapter einschalten), spielt er ohne weiteres die Musik auf dem Stick ab - einen nach dem anderen. Aber leider beginnt er nach dem Einschalten immer bei dem Titel, mit dem er gestern aufgehört hat - z.B. bei Titel 639. Was ich nicht schaffe: dem Gerät sagen, es soll von Titel 1 ab spielen. Es gibt keinen Knopf dafür. Man kann nur mit einer Fernbedienung von einem Titel zum nächsten springen (vor und zurück). Ich müsste also hunderte Male drücken, um auf 1 zu gelangen.

      Weiß da jemand Rat? Es eilt. Heute Abend ist Gartenfest.

      Slubber
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      LG
      Dein WebOS
      Hallo Slubber,

      Gratulation, Du hast tatsächlich geschafft was ich nicht mehr für möglich gehalten hätte:
      Du hast mich ernsthaft überrascht. :oh-ja:

      Dabei spreche ich nicht von Deiner Frage oder ihrem Inhalt, die einen logischen Ansatz oder gar Struktur in der Fehleranalyse vermissen lässt.
      Alles fein. So kenne ich Dich. So bringst Du mich zum Schmunzeln, was ich begrüße ... ;)

      Aus reiner Neugier, Du musst es gewusst haben, sah ich nach, um welche Art von Gerät es sich in Deiner Beschreibung handelt. Im Ergebnis war dabei Dein Auslassen jeder Modellbezeichnung plötzlich nicht mehr wichtig.

      Dass es so etwas tatsächlich gibt!
      Nicht nur ein "Verstärker" mit 500 Watt aus denen mir nichts Dir nichts 2 x 30 werden. Hochachtung!
      Ebensolche für den von Dir betriebenen Aufwand einer externen Spannungsversorgung.
      Erst recht nach herstellerseitiger Warnung: "[...] wenn man AC 12 V benutzt, wird es vielleicht knarren. Und wenn die Strom ueber 14 V, wird es vielleicht rauchen."
      Nein, der Altruismus schlägt sich weiter Bahn in einer Preisgestaltung, je nach Modell - ist derlei Wortgebrauch hier einschlägig? - zwischen € 13,27 und € 24,99!
      Wow, jetzt bin ich wirklich verblüfft!

      Wie machen die das? Der Händler verdient, der Transporteur im Inland, das Frachtunternehmen (unterstellt Reederei), der Zoll, das Finanzamt, der Hersteller des Gerätes, der Produzent der Bauteile, der Hersteller von Verpackungsmaterial, der Energielieferant, die Arbeiter in der Fabrik, die Entwickler, die Verkäufer im Großhandel und sicher noch ein paar Nasen.
      Auf die Schnelle geschätzt bleibt da ein Materialwert in der Größenordnung des Portos für einen Großbrief.
      Hier für einen Verstärker mit NF-Kabel und Fernbedienung!

      Und da haben die die Chuzpe, keine taugliche, mehrsprachige Bedienungsanleitung von geschultem Personal erstellen, layouten und drucken zu lassen? Was fällt denen eigentlich ein?
      Vor allem: Was machen die mit all der vielen Kohle???

      Hoffentlich spenden Sie einen beträchtlichen Teil davon für einen guten Zweck. Sicher ist das der Fall ...
      Gleiches solltest Du tun. Spende dieses "Gerät" für einen guten Zweck. Es kann elektronikbegeisterten Nachwuchslötern als Beispiel gelten wie man es (nicht) macht.

      Und Dir, Deiner Sicherheit, sowie den Ohren(!), erweist Du einen segensreichen Gefallen und lässt ein paar Dolores mehr springen für eine Elektronik die ihren Namen verdient. Darf ruhig auch aus Fernost sein und kann in gutem Zustand mit ein wenig Fortune zu einer schon fast unmoralischen Rate in der Bucht geschossen werden ...

      Mit gut gemeinten Grüßen,

      logic
      Most people are other people. Their thoughts are someone else's opinions, their lives a mimicry, their passions a quotation.
      (Oscar Wilde)
      Vorwort: Ich war schon sehr lange nicht mehr hier und habe mich nur nochmal registriert, um ein paar Leuten zu helfen. Zu meinem Erstaunen muss ich feststellen, dass sich hier seit damals wenig bis nichts geändert hat.

      Lieber Logic: Aus Deinem Posting lese ich heraus, dass Du offensichtlich in der Lage warst, "Kinter Mini Verstärker" in Google einzutippen um dann bei Amazon (amazon.de/Kinter-MA-700-Verst%…rnbedienung/dp/B00CDRAZVW) zu landen. Die Beschreibung und einige Bewertungen hast Du offensichtlich auch gelesen...
      An dieser Stelle hattest Du die Wahl, entweder sachlich und neutral zu helfen oder das zu machen, was Du schon in der Vergangenheit trefflich getan hast: Den krampfhaften Versuch zu unternehmen, irgendwie intelligent zu wirken und alle Gesprächspartner durch überhebliche Sprüche abzuwerten und als Idioten dastehen zu lassen. Viele hier mögen Dir das nach wie vor durchgehen lassen; viele hier haben vermutlich auch schon resigniert... Mir geht dieses überhebliche Getue einfach nur auf den Senkel.

      Lieber Slubber: Wenn Dein Mini-Verstärker dem Teil aus meinem Amazon-Link entspricht und du das Ding bei Amazon gekauft hast: Gib es zurück, Du wirst damit nicht glücklich werden. Unter Umständen wäre ein Bluetooth-Empfänger mit Aux-Ausgang die einfachere Variante. Ein altes Smartphone (zB einen Pre) hast Du sicherlich noch zuhause liegen, das als Player tauglich ist.

      Gruß
      Oliver
      Ach, Compuseum!

      Jetzt hast Du Dich mit einer guten Intention angemeldet - Du möchtest anderen Leuten helfen wie Du schreibst. Löblich!
      Und gleich Dein erster Post mag Dir nicht glücken. Schade!

      Eine ganz freundlich gemeinte Aufforderung meinerseits:
      Gib Dir einen Stoß und lies meine Nachricht an Slubber erneut.
      Komm', gib Dir ein wenig Mühe ...

      Na? Eröffnen sich neue Perspektiven?

      Versuche einmal nicht von Dir auf andere zu schließen. Dein Aggressionspotenzial ist mir fremd. Auch habe ich Slubber nicht angegriffen, sondern nachvollziehbar aufgeführt weshalb sein Ansatz vergebliche Liebesmüh ist.
      Zum gleichen Schluss kommst Du ebenfalls. Ohne Beleg und Fakten zwar, aber in Deinem Fall ist es Hilfe?
      Mag sein, dass Du das für Dich hin und her biegst bis es Dir schlüssig erscheint.
      Für mich klingt Dein Post an mich wie ein willkommenes Ventil, weil Dir das Wetter nicht passt, Dein Essen nicht schmeckt oder anderes Privates nicht Dein Gefallen findet.

      Tipp:
      Alle meine Posts sind als die meinen erkennbar. Du kannst sie nach Belieben ignorieren. Die Forensoftware ist gar so freundlich und unterstützt Dich dabei ebendiese auszublenden. Kostenlos ...

      Alternativ gibst Du Dir einfach ein wenig mehr Mühe beim Lesen _und_ Verstehen. Und schon klappt's auch mit dem Nachbarn ...

      Beste Grüße,

      logic
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      (Oscar Wilde)
      Na ja, ich wollte hier jetzt kein Fass aufmachen, weil ich Schussel mit Technik nicht so recht zurechtkomme. Aber allein, dass logic sich hier noch mal meiner annimmt, finde ich nett. So alte PALM-Kumpels wie wir!

      Ich darf es eigentlich nicht laut sagen, aber ich ich unterrichte auch noch Audio-Technik im Profi-Bereich. Das heißt aber nicht, dass ich jede chinesische Box bedienen kann. Ich habe in meinem Leben so viele Geräte und Maschinen kennen und meist auch bedienen gelernt, dass ich eigentlich ein Tausendsassa sein müsste. Aber es hat sich gezeigt, dass zwischen Profi-Geräten und meinen Ansprüchen oft ein Graben liegt. Beruflich muss ich natürlich mit den Wölfen heulen und auf High-Tec tun. Privat arbeite ich manchmal antizyklisch und nehme mir (aus Neugierde) mal etwas völlig Abgründiges. Ich habe natürlich mehr als 14 Euro für einen Verstärker auf meinem Konto. Aber der KINTER sollte in eine winzige Party-Schrank Nische reinpassen - mit USB-Stick. Und wenn ich meine Freunde und Bekannten so ansehe, ist denen ein guter Sound schnuppe. Die wollen ein Steak, viel Bier und Weibern nachsteigen. Ist nun mal so. Klangzauber kommt bei denen nicht an. Die wissen nicht, was 1000 Hz ist.

      Insofern ist das KINTER Teil nicht ganz standesgemäß für mich. Aber - und das möchte ich hier mal klar feststellen - das Ding ist nicht so schlecht wie sein Ruf. Wie die Chinesen sich selber ausbeuten, um so ein High-Tec auf den Markt zu bringen, weiß ich nicht. Globaler Wahnsinn vermutlich. Aber es scheint sich zu rechnen - im Moment. Ich hätte auch 100 Euro gezahlt. Aber sie wollen nur etwa 13 Euro von mir.

      Ich selber spiele täglich Klavier (Claire de Lune, Pathetique, Chopin Walser, Beatles Songs usw.) und meine zu wissen, was Klang ist. Und das Kinter bringt einen akzeptablen klang in mein Wohnzimmer/Partyzimmer. Ich habe natürlich auch "richtige" Stereoanlagen von Pioneer oder Sony hier rumstehen. Aber das KINTER erfüllt nur den Partyzweck: es berieselt uns mit "Whole lotta Love", "Heathrow", "Lucky Man" usw. Und dafür ist es besser als nötig. Bässe satt, Höhen vertretbar klar. Ich will damit keinen zum Glauben bekehren. Aber die Kiste ist so groß wie zwei Schachteln Zigaretten. Und das wollte ich. Keine High-End Vorzeigeanlage, sondern funktionale Berieselung von Leuten, die Beethoven für eine Hunderasse halten.

      Insofern bin ich für jede Anmerkung und Kritik offen. Ich nehme es nicht so ernst. Mein Job ist Stress genug. Zuhause möchte ich rumspinnen können und das Tapsen noch mal erlernen. Das entspannt mich.

      Ich habe inzwischen die Lösung für meine Ausgangsfrage gefunden: ich muss den Stick abziehen, einen zweiten in das Kinter einstecken, dann den ersten Stick wieder einstöpseln und schon bin ich bei Titel eins ((hier: "My heart won't lie" von der TEARS FOR FEARS Studiosängerin (u.a "Woman in Chains") OLETA ADAMS. Die ist selber Pianistin und Komponistin und hat ein paar schöne, eigene CDs veröffentlicht. Große Empfehlung für Freunde der gepflegten Pop-Musik. Ihre Stimme ist eine Wonne, ihre Lieder sind schön gedrechselt)).

      Die Gartenparty ist vorbei. Alle waren zufrieden, auch mit der Musik aus den End-Sechzigern bis End-Siebzigern. Und der KINTER tat, was ich mit ihm vorhatte: leise Hintergrundmusik abspielen. Alles andere wäre vermessen. Aber das kann er bravourös.

      Ich habe, das muss ich hier beichten, schon ein zweites Gerät gekauft. Habe keine Ahnung, wozu ich es benutzen werde. Aber es wird seinen Einsatzort finden im kleinen schmutzigen Tagesgeschäft der Berieselung.

      (Habe logics zweites Posting erst jetzt gesehen und keinen Bezug darauf genommen, weil zu spät)

      Slubber
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      LG
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      Hallo Slubber,

      schön, dass Du eine Lösung für Deine Anforderung gefunden hast. Eine pragmatische noch dazu.

      Bei Oleta Adams stimme ich Dir zu. Wirklich schön anzuhören!
      Deinen beschriebenen Ansprüchen während Gartenparties folgend sehe ich von einer Empfehlung der erhältlichen Japan-Importe ab, die teils klanglich noch nachlegen können. Für zu Hause könntest Du in diese aber mal reinschnuppern.

      Übrigens: Auf vieles hätte ich gewettet. Eine Verbindung zu professioneller Audiotechnik jedoch kategorisch ausgeschlossen ... :lacht:

      Du schreibst, Deinen Bekannten sei guter Sound schnuppe.
      Meine Erfahrung ist, man vermisst nicht was man nicht kennt. Vielleicht ist Musik als solche dargeboten für den ein oder anderen eine Offenbarung. Zumal ein Verzicht auf den Konsum von Hopfenkaltschale oder gar zölibatäres Blicke schweifen lassen keine Bedingung für musikalischen Genuss darstellen. Naja, vielleicht ein bisschen ... ^^

      Da Du ein Instrument spielst ist jede Eurone gut investiert. Erreichst Du qualitative Fortschritte genießt Du plötzlich n neue Alben.
      (ersetze n durch die Anzahl Deiner Platten)

      Audiophile Grüße,

      logic
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      (Oscar Wilde)
      Habe mit 6 Klavier lernen müssen. Mit 16 wollte ich es dann endlich auch, als Santana aufkam. Mit 20 kaufte ich mir in München den ersten Synthesizer für damals wahnwitzige 4K. Er war mono. Und so ging's dann bis heute weiter.

      Ich halte es in der Musik wie beim Essen (technisch gesehen): wenn's geht, Oberkante. Wenn nicht, dann später nachholen. Ich kann aus meiner Lebenserfahrung mit meinen Mitmenschen nur eines wirklich sagen: Hi-Fi ist Perlen vor die S.... geworfen - bei vielen Menschen. Völlig sinnlos. Wenn ich dann frage: "Hörst Du den Bass?", wissen viele nicht, wie und was ein Bass überhaupt spielt. Für die ist ein Musik-Ensemble so ein Gemansche. Wenn man was rausnehmen würde, würden sie es - wie Du sagst - oft gar nicht merken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nur Musiker Musik wirklich hören können - analytisch. Was aber nicht heißt, dass ein Nichtmusiker keinen Spaß dabei empfinden kann. Aber er weiß oft nicht, warum es so ist. So ist es ja in vielen Bereichen. Die berühmte Frage: "Was fällt Dir hier auf?". - "Nichts."

      Ich kannte mal einen gleichaltrigen Typen, der war Professor für Soziologie irgendwo im warmen Ausland. Als ich ihn dort besuchte, führte er mir sein elegantes, fast barockes Musikzimmer vor. Er höre Jazz und Klassik bis zum Abwinken, meinte er. Auf der schönen Kommode stand ein Verstärker. Der hatte nur einen einzigen dicken Knopf auf der gebürsteten Metall-Frontplatte: der Volumeregler. Keine Klangregler. Preis: 2000 Euro. Die Kabel: mit Goldkontakten, damit die Elektronen flott durchkommen. Die Boxen mannshoch, pro Stück 2000 Euro.

      Mit Spannung lauschte ich seiner Lieblingsjazzscheibe, deren Klang er mir ans Schallgebälk legte. Nach 5 Minuten wagte ich es, ihm zu sagen, dass irgendwas an der Anlage nicht stimme. Es gäbe keine Höhen. Er war völlig von den Socken. Das könne nicht sein. Alles sei perfekt.

      Ich vermutete, dass die Kalottenhochtöner durchgebrannt seien. Er glaubte es nicht. Das hätte er doch längst gemerkt. Die Boxen seien seit dem Kauf vor 4 Jahren unverändert gut. - Ich ging ins Stadtzentrum und kaufte auf meine eigenen Kosten ein Multimetergerät. Man gönnt sich im Urlaub ja sonst nichts. Beim Messen der beiden Lautsprecher stand dann fest: tot. Beide Hochtöner. Es gab pro Box noch 3 Mitteltöner und noch eine Bassmembran.

      Der Typ war ein Musik-Afficionado sondergleichen. Aber sein Realitätssinn machte ihm was vor. Der Preis bestimmt das Bewusstsein, wie es Marx in diesem Fall formuliert hätte. Zumindest recht oft.

      Und ich möchte behaupten, dass die meisten Menschen mit einem KINTER Verstärker extrem gut bedient sind. Das sind ja alles nur fertig zusammengeschraubte DSP Chips. Sowas kostet heute nichts mehr. Dass die Leistung auf der Bedienanleitung stark geschönt ist, ist eigentlich eher witzig. Wer braucht zuhause oder im Auto 500 Watt? Bei einer mittleren Musiklautstärke von ca. 90 dBA reicht der KINTER voll und ganz. Ich kenne meine Lieblingsmusikstücke so gut, dass ich ziemlich sicher raushören kann, ob da Frequenzbänder oder -gruppen fehlen.

      Und zu guter letzt: dass die Chinesen so ein Teil mit USB, Radio, AUX-Eingang und Fernbedienung (leider mechanisch nicht ganz so perfekt) für unter 20 Euro anbieten können, ist doch für den deutschen Musikmittelstand eine reine Freude: man kann sich für das gesparte Geld (2000 - 20 = 1980 Euro) Zigaretten kaufen. Aber dort dann Premium. Oder man holt sich ein paar Breitreifen. Das ist immer gut angelegtes Geld.

      Na ja, so ähnlich.

      Slubber

      PS: Habe jetzt sogar entdeckt, dass man die Titel auf dem Stick per Fernbedienung anwählen kann, wenn man weiß, was bei Titel 1092 oder bei 2300 geboten wird. Solch eine lange, schriftliche Liste habe ich allerdings nicht vorliegen. Also bringt es dann nicht so viel. Aber immerhin. Man kann Tracks anwählen, die nicht nebeneinander liegen.
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      LG
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      Hallo Slubber,

      wir driften komplett ab. Macht nichts. Wo, wenn nicht im "Offtopic"?

      Jetzt werde ich doch noch neugierig. Spielst Klavier seit vielen Jahren und hältst es gern mit "Oberkante". Recht so. Mit Konsequenz erst erreicht man neue Ufer ...

      Nun, beim Thema HiFi, oder gar High-End, scheiden sich schnell die Geister bzw. können/mögen einige nicht mehr folgen. Eine Oberkante ist da schwer zu erkennen. Und über (lohnenswerten) Aufwand lässt sich gar trefflich diskutieren.
      Vieles ist Voodoo, einiges aber nicht von der Hand zu weisen oder stellt sich erst mit teils erheblichem (Einsichts-)Verzug als objektiv feststellbar heraus.

      Immer schon gab es das Lager derer die diesem Bereich von Kultur und allem was damit zu tun hat eher desinteressiert gegenüber stehen und die Minderheit derer, die für sich eine Steigerung von Lebensqualität darüber erreichen.
      Wie ich zuvor schrieb: Was man nicht kennt, vermisst man nicht.
      Das gilt für viele Bereiche des Lebens und ist gerade dort zu bedauern wo Bereicherungen der Entdeckung harren.

      Konzentrieren wir uns auf die technischen Fragen erinnere ich mich an eine Publikation der Stiftung Warentest zu einer Zeit, als CD-Spieler erst wenige Jahre auf dem Markt waren. Das Expertenurteil empfahl seinen Kaufentschluss an Preis, Ausstattung und Design zu orientieren. Begründung: Durch die digitale Signalaufbereitung seien klangliche Unterschiede nicht mehr feststellbar und damit Geschichte.
      Auch solchen "Fachleuten" ist es zu verdanken, wenn sich niemand die Mühe macht den eigenen Ohren zu vertrauen.
      Spricht nun jemand Klangunterschiede bei Kabelverbindungen zwischen Geräten oder zu Lautsprechern an macht er sich schnell der Quacksalberei verdächtig. Im günstigsten Fall erntet er "nur" ungläubige Blicke.
      Dabei gäbe es noch so viel mehr zu beachten und zu erobern ...
      Jahrzehnte schon vermeide ich Gespräche dieser Art. Wer interessiert ist darf gern Platz nehmen und anschließend urteilen.
      Fast immer besteht der Wunsch länger noch lauschen zu dürfen, oft der nach Wiederholung. Zweifler hatte ich anschließend niemals.

      Dein Soziologenbeispiel kann Dir und Deinem Zutrauen auf ein gesundes Gehör auf ewig dankbar sein.
      Tipp: Die Funktionstüchtigkeit von Lautsprechern kannst Du, auch auf der Ebene einzelner Chassis, mit einer haushaltsüblichen Batterie, bspw. AA, testen. Gar die korrekte Polarität ist damit schnell ermittelt.
      Meine Vermutung als Ursache von ausgefallenen Hochtönern auf gleich beiden Kanälen ist übrigens Elektronik mangelhafter Qualität. Diese "clippt" gern wenn sie gefordert wird. Erste Opfer sind regelmäßig - wie immer im Leben - die Schwächsten. Hier die Hochtöner.

      Bezüglich des Kinter empfehle ich Dir diesem einmal außerhalb von Gartenparties, am besten in heimischer Umgebung und in bekannter Kette, zu lauschen. Ich vermute Du wirst erschreckt sein, was das noch mit Musik zu tun hat. Insofern hast Du recht, unsere Wahrnehmung spielt uns über psychoakustische Phänomene schnell einen Streich.
      So ist übrigens auch der große Erfolg dieser winzigen Brüllwürfel von Bose vor vielen Jahren zu erklären.

      Zu den von Dir erwähnten Klangreglern, mannshohen Lautsprechern, € 1.980,- "gesparten" Euronen, aber auch Breitreifen, gern mehr - wenn Du Lust hast ...

      Unterhaltsame Grüße,

      logic
      Most people are other people. Their thoughts are someone else's opinions, their lives a mimicry, their passions a quotation.
      (Oscar Wilde)
      In 4 Wochen treffe ich wieder - wie jedes Jahr einmal - einen Verfechter der analogen, alten Schallplattentechnik ganz ohne Zusammenhang auf einem speziellen Automarken Treffen (Du weißt schon). Der schwört auf Analoges, bringt sogar in Deutschland eine Hochglanz-Zeitschrift mit heraus, die diesen Musik-Sauriern neues Leben einhauchen will. Eine sympathische Aktion, wie ich finde. Irgendwo bin auch ich Romantiker. Aber auf der anderen Seite nagt die Physik an mir. Ich sage mir: wenn bestimmte Techniken jemandem ein gutes Gefühl geben, dann ist es gerechtfertigt. Denn zwischen dem persönlichen Gefühl und der universellen Wirklichkeit liegen Welten. Aber wer will dort urteilen? Es ist eine Perspektivfrage. Und jeder hat eine andere. Wirklichkeit ist wichtig. Wahrheit aber auch. Und was ist wahr, und was ist wirklich? Im Audio-Bereich ist zudem alles noch vager als in der Bildtechnik. Denn das Ohr unterliegt vielen Gesetzen, die kaum einer kennt.

      Der Mensch ist nun mal die Messlatte und nicht die Physik an sich. Und innerhalb der Menschheit ist alles möglich. Der eine schwört auf KINTER Schnäppchen, der andere auf den 2000 Euro Verstärker. Und jeder hört damit optimal. Das ist das Schöne an uns Menschen. Wir sind in unserer Subjektivität durch nichts zu ersetzen.

      Ich hatte damals in München einen Bekannten, der war blind, spielte aber sehr gut Jazz-Klavier. In seine Gehörwelt eindringen zu dürfen, hat mir viel gegeben. Und eins wurde mir klar: das Gehör ist um einiges komplexer als unser Auge. Ich neige sogar dazu zu sagen, das Gehör ist wichtiger. Aber das muss nicht jeder unterschreiben. - Es gibt die schöne Geschichte "Country of the Blind" von H.G. Wells. Die versucht das ein wenig darzustellen. Interessanter Ansatz. Wieviel komplexer ist Hören?

      Noch ein Gedanke: wenn ich Fotos von meiner Großmutter oder von meinem Vater anschaue, bleibt mein Inneres ruhig und stumpf. Sobald ich aber Tonbandaufnahmen ihrer Stimmen höre, beginnen sie zu leben. Dann kann ich die Augen schließen, uns sie sind wieder da, ganz nahe. Ein sehr aufregendes Phänomen. Bilder sind für mein Dafürhalten nicht so gut konservierbar wie Klänge.

      Slubber
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      Hallo Slubber,
      bis zum nächsten Gartenfest könntest Du auf ein museales 12" iBookG4 "aufrüsten".
      Gibt's mit Glück für unter 50 Euro in der Bucht.
      Mit der letzten verfügbaren iTunes Version für Leopard (PowerPC) kann man prima die Musiktitel des Sticks per Playliste spielen,
      oder per Freigabe andere Playlists von anderen Macs abspielen...
      Mit "Belkin RockStar" Klinke 5fach-Verteiler kann man alles Kleinzeugs, das Krach macht, anklemmen und mit langen Klinke-Kabeln im Garten verteilen...
      Masse statt Klasse! 8)
      So einen Auto-Verstärker, wie Deinen, kann man für mehr Lautstärke da sicher auch einbauen... 8o
      "Life is trouble ..."

      Slubberdegullion schrieb:

      Der Mensch ist nun mal die Messlatte und nicht die Physik an sich. Und innerhalb der Menschheit ist alles möglich. Der eine schwört auf KINTER Schnäppchen, der andere auf den 2000 Euro Verstärker. Und jeder hört damit optimal. Das ist das Schöne an uns Menschen. Wir sind in unserer Subjektivität durch nichts zu ersetzen.

      nein, niemand hört mit einem 15 EUR Brüllwürfel "optimal" (auch nicht mit dem 500++ EUR Bose-Dreck), aber vielen ist es schlichtweg egal !

      Und natürlich kommt es auch immer auf die Situation an, oft reicht ein SqueezeBox-, Sonos- oder gar Bose-Brüllwürfel einfach aus um zu berieseln, viel mehr kann man mit der 10.000 Stücke umfassenden MP3-Musik-Sammlung im Hintergrund eh nicht anfangen, aber es ist einfach bequem.

      Will man Musik geniessen, muss man sie "pur" hören, live, manchmal geht das auch mit einer guten Aufnahme von einer ausreichend guten Anlage in einem geeigneten Raum. Die Anlage kann dann auch schon mal 4-stellig kosten, 5-stellige Beträge dafür auszugeben, halte ich für Mumpitz ...
      Grüße, thg

      When you replace "i" with "we" even illness becomes wellness.
      Ein Teil der modernen (Rock-) Titel braucht keine Superanlage. Was da musikalisch abgeht, spottet jeder Beschreibung. Es sind ja letztlich nur Loops. Die kann man auch mit einer Blechdose abhören. Die Sänger klingen oft, als wenn sie vom Teufel persönlich an der Brust gesäugt wurden. Diese guturalen Laute erinnern mich an Adolf bei seinen besten Parteitagsreden. - Ich finds teilweise affig, was heute so gehört wird. Aber es scheint die Jugend zu beruhigen. (EDIT. Die Gruppe Ramsein hat bei einigen Menschen wohl den Nerv getroffen: Pyrotechnik bis zum Abwinken, Feuerräder und Flammenwerfer. Dazu Gegrunze, wie es in einem holsteinischen Schweinestall bei der Fütterung zugeht. Welche Drüse da beim Zuhörer angesprochen wird, ist mir ein Rätsel.)

      YES.

      Slubber
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      LG
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Slubberdegullion“ ()

      Slubberdegullion schrieb:

      Ein Teil der modernen (Rock-) Titel braucht keine Superanlage. Was da musikalisch abgeht, spottet jeder Beschreibung. Es sind ja letztlich nur Loops. Die kann man auch mit einer Blechdose abhören. Die Sänger klingen oft, als wenn sie vom Teufel persönlich an der Brust gesäugt wurden. Diese guturalen Laute erinnern mich an Adolf bei seinen besten Parteitagsreden. - Ich finds teilweise affig, was heute so gehört wird. Aber es scheint die Jugend zu beruhigen. (EDIT. Die Gruppe Ramsein hat bei einigen Menschen wohl den Nerv getroffen: Pyrotechnik bis zum Abwinken, Feuerräder und Flammenwerfer. Dazu Gegrunze, wie es in einem holsteinischen Schweinestall bei der Fütterung zugeht. Welche Drüse da beim Zuhörer angesprochen wird, ist mir ein Rätsel.)
      Slubber


      Slubber, Du spielst doch sowas hoffentlich nicht auf Deiner Garten-Party ... ? ;)
      "Life is trouble ..."
      Wahrscheinlich meint Slubber auch die Gruppe Rammstein, nicht Ramsein, wobei das auch ein guter Bandname wäre :-).

      Aber wir wollen hier jetzt keine Diskussion über Musik starten, das würde ja noch schlimmer werden als alle anderen bisherigen Themen wie Android/iOS/WebOs/Linux/Windows/OSX zusammen :D

      Aber die Sache mit Rammstein kann ich auch nicht nachvollziehen, wobei diese ja in den USA große Erfolge feiern. Und dass sich die Amis für sowas begeistern, wundert mich überhaupt nicht.
      "a killer key change is all you'll ever need"
      Danke für die Berichtigung Rammstein. War wohl etwas umnachtet, als ich Ramsein schrieb.

      Es gibt sehr viele Gruppen, die so gutural gröhlen, als wenn sie Berserker wären. Das scheint ein neues Lebensgefühl zu sein. Ich deute es als Abwehrmechanismus gegen Überfremdung. Aber wer weiß das schon.

      Slubber
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      LG
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      Cecil Ingram Connor schrieb:

      auch in anderen Stilrichtungen hat sich gezeigt, dass man nicht unbedingt gut singen können muß, um gute Musik zu machen. Erst Recht nicht, um erfolgreich zu sein.

      Das erfahren alle Finalisten von DSDS etc. früher oder später auf schmerzhafte Weise.


      REFRAIN(2x):WAR`S PECH
      WAR`S GLÜCK
      ODER VERARSCHUNG AM STÜCK
      SIE HAT JEDEN GEFICKTEINMAL STAR UND ZURÜCK
      WAR`S PECH
      WAR`S GLÜCK
      ODER VERARSCHUNG AM STÜCK
      JEDER HAT SIE GEFICKTEINMAL STAR UND ZURÜCK

      Slubberdegullion schrieb:

      Danke für die Berichtigung Rammstein. War wohl etwas umnachtet, als ich Ramsein schrieb.
      Es gibt sehr viele Gruppen, die so gutural gröhlen, als wenn sie Berserker wären. Das scheint ein neues Lebensgefühl zu sein. Ich deute es als Abwehrmechanismus gegen Überfremdung. Aber wer weiß das schon.
      Slubber

      Du meinst bestimmt den blonden Mann mit Sonnenbrille... den der früher Volksgut gesungen hat. 8o
      "Life is trouble ..."