Navigation mit dem TX auf dem Fahrrad?

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  • Ich fahre schon seit drei Jahren mit Navis auf längeren Radtouren mit dem Rennrad. Zuerst hatte ich einen Garmin GPSmap 60C und dann einen Palm Treo 650 mit TomTom.
    Es ist einfach toll: Man fährt entspannt und kann die Landschaft geniessen, keinen Stress mehr mit der Strecke. Besonders wichtig ist für mich, dass TomTom mir nicht eine feste Route vorschreibt. Wenn ich unterwegs etwas interessantes sehe, dann fahre ich da einfach lang und Tomtom rechnet eine neue Strecke aus.
    Ein Segen ist die Navigation bei Ortdurchfahrten durch unbekannte Städte. Da ich ja auf kleinen Nebenstrassen fahren will, ist die Strecke prinzipiell nicht ausgeschildert. Wenn ich von Westen in eine Stadt hineinfahre, finde ich zwar immer recht einfach die Ortsmitte, aber wie finde ich von dort die kleine Strasse, die nach Osten aus der Stadt führt? Nur mit dem Navi !


    An alle Papierkarten-Fans: Dies ist nur was für Leute, die am Tag 20-30 km fahren und recht oft anhalten wollen. Eine Papierkarte sollte man prinzipiell nicht während der Fahrt lesen, oder die Radtour findet unverhofft ein schnelles Ende. Und für die Orientierung in einer Stadt (Ortsdurchfahrt, siehe oben) braucht man einen extrem kleinen Maßstab. Wenn man Karten für 200 km in Stadtplan-Auflösung mitnehmen will, braucht man besser eine zusätzliche (große) Packtasche für die ganzen Karten. Und wer einmal versucht hat, sich in einer Stadt mithilfe einer topografischen Karte ohne Strassennamen zurechtzufinden, der weiss, was Masochismus ist.


    An alle PathAway-Fans: PathAway ist ein nettes Spielzeug, ich verwende es gerne, um Touren aufzuzeichnen oder um zu Wandern. Für die Navigation auf dem Fahrrad ist es völlig ungeeignet. Das Kartenbild ist nicht skalierbar, und im Prinzip ist es eine Papierkarte, die auf 5x5 cm zusammengefaltet ist und die man nie auseinanderfalten kann. Aus Sicherheitsgründen sollte man auch während der Fahrt PathAway nicht bedienen.
    Im Prinzip könnte man eine Tour vorplanen und in PathAway eingeben. Dann ist man aber sklavisch an diese Tour gebunden. Im Prinzip ist eine Tourplanung nur dann besser als das Ergebnis eines Navigationssystems wie TomTom, wenn man die Strecke bereits kennt. Und wozu dann noch Navigation?
    Es gibt immer noch viele Fans von topografischen Karten unter den Radlern. Leider sind diese Karten für Radler völlig ungeeignet, da ich nicht ersehen kann, ob eine Strasse benutzbar ist oder nicht. Ich kann weder erkennen, ob die Strasse geteert ist, noch kann ich erkennen, ob es eine gesperrte Privatstrasse (Firmengelände, Flughafen) ist.


    TomTom findet natürlich nicht immer die schönste Strecke, aber das Ergebnis ist dicht dran. TomTom findet erstaunlich oft die kleinen, gut geteerten Nebenstrassen. Und wenn man unterwegs sieht, dass es einen schönen Radweg gibt, dann fährt man da einfach lang und findet trotz solch spontaner Entscheidungen immer zum Ziel.


    Aus Sicherheitsgründen ist die Sprachausgabe extrem wichtig auf dem Rad. Ebenso wichtig ist, dass TomTom nur die nächste Kreuzung darstellt, sodass man die Abbiegesituation mit einem Blick erfassen kann (ein Blick=10 meter mit dem Rennrad).


    Mein Fazit: Ich empfehle ein Navi für längere Radtouren.

  • TomRadfahrer:


    Quote

    An alle Papierkarten-Fans: Dies ist nur was für Leute, die am Tag 20-30 km fahren und recht oft anhalten wollen.


    Ich habe damals immer Strecken von etwa 160 - 180 Kilometer pro Tag gemacht. Das war möglich. Auch mit Papierkarten. Und auch ohne seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen.


    Man muss sich seine Strecke halt vorher gut überlegen, sie vorher gut planen.
    Ich habe allerdings auch keine topografischen Karten benutzt, sondern "spezielle" Radfahrkarten. Dort waren z.B. die wichtigen Routen eingezeichnet. Und man konnte erkennen, wie "wichtig" die Straßen waren.


    koermit

  • Quote

    Original von ratsen
    Hallo tapf!
    Hast Du schon mal den Tx und Deine GR 236 zusammen gebraucht zum Navigieren?Mit 236 meinst Du sicher die Holux GR - 236 GPS SirfIII.richtig.
    Gruß ratsen


    Ja, geht auch wunderbar.


    Grüße


    Fabian

  • Hi TomRadfahrer,


    schön für Dich, wenn Du mit dem (Renn-)Rad nur auf guten Straßen unterwegs bist und dafür eine (Straßen-)Navigation bestens geeignet ist. Das klingt schon verlockend, einfach nur vom Navi treiben lassen.


    Hast Du Deinen Treo auf dem Lenker montiert? Hält der auch einer Kopfsteinpflasterpassage stand (wenn es soetwas um München noch geben sollte)?


    Mir persönlich reichen die Strecken auf dem iQue bei weitem nicht aus, da ich (außer mit dem Rennrad) lieber auf kleineren Wegen fern vom Autoverkehr unterwegs bin. Obwohl der iQue oftmals auch unbefestigte Waldweg ins Routing mit einbezieht und das Fahrrad auch als Fahrzeug in den Einstellungen auswählbar ist, nehm ich da lieber den ausdauernden TX mit Pathaway. Als Karten hab ich MagicMaps (quasi Top25) und die Top50 weiträumig um das zu befahrende Gebiet auf der Speicherkarte. Die Strecke lass ich im PocketMode in der Tasche mitzeichnen. Wenn ich mal nicht weiterweis, halt ich einfach an und schau nach. Da kann ich auch ohne vorherige Streckenfestlegung der Nase nach fahren und behalte dabei die räumliche Orientierung. Ausserdem, wenn ich mehr als 200 km am Tage schaffen will, hab ich mir vorher die Strecke ziemlich genau überlegt. Das Streckentesten mach ich auf kleineren Touren.


    Deine Aussage:
    "Es gibt immer noch viele Fans von topografischen Karten unter den Radlern. Leider sind diese Karten für Radler völlig ungeeignet, da ich nicht ersehen kann, ob eine Strasse benutzbar ist oder nicht."


    Nimm es mir bitte nicht übel, aber da ich so ein radfahrender Topo-Fan bin, würde ich bei dieser Schlußfolgerung eher vermuten, dass Du ungeeignet für die topografischen Karten bist. Wenn Du nur auf Straßen unterwegs bist, brauchst Du wahrscheinlich auch keine Topo.


    Wer sich mit den Topokarten auskennt, kann einen kleinen Waldweg von einer befestigten Straße gut unterscheiden. In der wandertauglichen Top25 sind einzelne Häuser, markante Bäume, Höhenlinien etc. eingezeichnet. Die Top50 gibt mir schnell einen größeren Überblick. Das auf meinem Palm gespeicherte Gebiet möchte ich allerdings nicht als Papierkarte mit mir herumschleppen.


    So hat eben jeder andere Erfahrungen gemacht. Es ist jedenfalls sehr spannend, die Erfahrungen anderer zu lesen, auch wenn man anderer Meinung ist.


    Gruß von Stefan,
    dem rad-fan

    Grüße von Stefan,
    dem rad-fan


    Historie:
    PSION Revo | PSION 5 MX Pro | Palm Tungsten C | Sony-Ericsson P900 | Sony Clié PEG NZ90 | Palm TX | Garmin iQue 3600 | Palm LifeDrive (CF) | Dell Axim X51v | Samsung SGH-i780 | HTC HD2 | Palm Pixi+ | Dell Venue Pro |=> Die Fetten hab ich noch!

  • Quote

    Original von rad-fan
    ... auch wenn man anderer Meinung ist.


    Das liegt vielleicht auch daran, dass Radeln nicht unbedingt gleich Radeln ist. Der Rennradler ist näher am Motorradfahrer als am Wanderer, beim Tourenradler ist es eher umgekehrt...

  • Mich würd interessieren, ob die navigationssoftwaren von Heute in der Lage sind Routen die für Radfahrer gesperrt sind (SChnellstrasse, Autobahnen usw.) auszufiltern?


    Wo bekomme ich denn diese Wasserdichten Cases?



    immer noch planend


    Tom

  • rad-fan
    Meine Aussage, dass man aus Topos keine wesentlichen Informationen über die Beschaffenheit von Strassen und Wegen herauslesen kann, muss man im Zusammenhang mit den deutschen Behörden sehen. Topo-Karten sind zumindest in Deutschland politische Karten. Die Behörden klassifizieren in diesen Karten den Grund, warum eine Strasse angelegt wurde. Die Darstellung der Wege und Strassen spiegelt so ganz genau wieder, ob eine Strasse als Feldweg oder als Wanderweg vor 40 Jahren angelegt wurde. Aus diesem Grund wechseln auch viele Wege immer gerade an den Gemeindegrenzen ihrer Darstellung auf der Karte. Der aktuelle Zustand der Wege ist für die Topo-Karten ohne Belang.
    Heute kann ein dünner schwarzer Strich auf einer bayerischen Topo-Karte bedeuten:
    1. Wanderweg, der schon seit der letzten Flurbereinigung vor 15 Jahren nicht mehr existiert.
    2. Übler Sumpfweg mit querliegenden Baumstämmen
    3. Schotterweg, für Rennrad unbefahrbar
    4. Schotterweg, halbwegs befahrbar
    5. Schmale geteerte Strasse
    6. Zweispurige Strasse mit Mittelstreifen


    Es gilt auch nur ungefähr die Regel, dass eine strichlierte Linie ein schlechterer Weg als eine durchgezogene Linie ist. Die Vermutung, dass eine dicke weisse Linie mit schwarzem Rand befahrbar ist, gilt auch nur zu 80%.


    In den 80er Jahren haben viele Radfahrer versucht, auf die Topos einzuwirken und den Zustand der Wege in der Karte aufzunehmen. Diese Idealisten sind bei unseren Behörden immer abgeblitzt und haben dann andere Kartenverlage gesucht. So sind dann die ersten Radlerkarten entstanden. Diese Radlerkarten sind deutlich besser als jede Topo, da zumindest alle dargestellten Wege befahrbar sind. Zusätzlich stellen sie noch die Verkehrsdichte dar. Leider sind diese Karten für Ortsdurchfahrten völlig unbrauchbar.


    Zum Halter auf dem Rennradlenker: Tatsächlich musste ich auf Marke Eigenbau zurück greifen. Mein Tria-Renner läuft mit einem Luftdruck von 11 bar in den Reifen, da würde ein Plastik-Halter sofort den Geist aufgeben. Generell gilt, dass die Vibrationen und Stöße beim Rennradlenker wesentlich härter sind als bei einer Mountain-Bike-Sänfte mit dicken Reifen und Federung. Ich schwöre hier auf ein 4 cm dickes und sehr weiches Schaumstoffkissen für den Treo. Mein Garmin hatte damit die letzten Jahre keine Probleme, und mein neuer Treo hat das schon über 2000 km mitgemacht.


    Noch eine Bemerkung dazu, dass manche Leute besser mit Topos umgehen können als andere. Ein Bekannter hatte uns mit Topo-Karte geführt. Die Tour endete in der Nähe des Walchensees an einem Abgrund. Der Bekannte hatte leider einen Weg gewählt, der auf der Karte mit kleinen Pfeilen gekennzeichnet war. Die Topo-Karte hatte übringes recht, die Hochspannungsleitung führte elegant über den Abgrund ;)

  • Hab mir heute auch noch ne Haltebox für die GR236 gebaut. Ursprünglich sollte der Boxeigene Verschluss reichen, hab dann aber doch die zwei oben sichtbaren Schrauben durchgejagt zum verschließen (werden locker mit der Hand in unten festgeklebte Muttern geschraubt.


    Der Treo selbst wird durch ein Hosengummi an der Antenne gesichert.


    Grüße


    Fabian

  • Hallo, wie macht Ihr das auf einer längeren Tour? Wenn dem Treo nach 6h oder eher der Saft ausgeht sitzt man auf dem Schlauch und kann auch nicht mehr telefonieren etc. Es sei man Wechselakkus dabei. Ständig vor einer längeren Tour nachsehen ob der Akku der GPS-Maus und des Treo inklusive Ersatzakkus frisch geladen sind. Finde ist schon ein bisschen Aufwand. Ganz abgesehen man hat im Quartier keine Steckdose. Denke das das da mit einem Garmin Etrex oder GpsMap 60 die bessere Lösung ist wo man Mignonzellen verwenden kann und die Geräte wetterfest sind.


    Gruß

  • Frage an die Elektronik - FREEKS,


    aus was baue ich eine Box für die GPS Maus (ich will minimale Abschirmung erzeugen), ich denke auch an eine Box in der eine (externe) Stromversorgung für die Geräte eingebaut wird.


    Kuststoff ?


    GFK


    Kohlefaser (wohl eher nicht wegen der Leitfähigkeit)


    oder was????


    langsam seinem Spiel +Basteltrieb nachgebend


    Tom


    Ich würde das Sytem dann auch am normalen Rennrad nutzen wollen....


    Stromversorgung in Satteltasche oder einer umgebauten Trinkflasche....mal sehen was mir so einfällt...

  • Nun, ich mache keine 6h Touren. Und wenn man sowas macht, würde ich über die oben von mir genante Lösung nachdenken.


    Meine Box hab ich aus Kunstoff gemacht, dürfte soviel schirmen wie das GPS-Maus Gehäuse selbst.


    Fabian

  • Nach meiner Erfahrung kann man beim Treo 650 mit 5-6 Stunden rechnen, bei denen TomTom kontinuierlich läuft und rechnet. Notwendig ist also ein Zweitakku. Glücklicherweise ist so ein Akku sehr leicht und hat ein extrem kleines Packmaß.

  • Also ich würde dann einen Nabendynamo empfehlen.


    Festspannungsregler läuft ab 6-7V.
    KFZ-Adapter läuft ab etwa 7V.


    Der Palm braucht 4,75 - 5,5V (6V ist ABSOLUTE Obergrenze, daher 5,5!)


    Fabian

  • Das mit dem Nabendynamo ist eine interessante Idee. Ein üblicher Dynamo liefert 3 Watt. Leider vermute ich, dass ein Treo 650 eine höhere Leistungsaufnahme beim Ladevorgang hat. Hat da jemand genauere Daten parat?