Hallo,
kann man einem (vermutlich) tiefentladenen Li-Ion-Akku irgendwie wieder Leben einhauchen? Ich hab' einen neuen alten Palm (Bj. 1999) bekommen, dessen Akku noch nie ein Ladegerät gesehen hat :-\
Hallo,
kann man einem (vermutlich) tiefentladenen Li-Ion-Akku irgendwie wieder Leben einhauchen? Ich hab' einen neuen alten Palm (Bj. 1999) bekommen, dessen Akku noch nie ein Ladegerät gesehen hat :-\
Hallo OWL,
das funktioniert möglicherweise mit einem Modellbauladegerät mit Li-ion Programm.
Habe so einen Deltapeak-Lader mit NICD, HIMH, PB und LiIon Programmen.
Achtung, nur mit LiIon Ladegerät versuchen, sonst kann der Akku hochgehen. Selbst in der Anleitung meines Laders steht, dass man LiIon Akkus auf einer feuerfesten Unterlage laden soll (die machen einem echt Mut).
Gruß
Alex
QuoteOriginal von AlexD
Achtung, nur mit LiIon Ladegerät versuchen, sonst kann der Akku hochgehen. Selbst in der Anleitung meines Laders steht, dass man LiIon Akkus auf einer feuerfesten Unterlage laden soll (die machen einem echt Mut).
Da gibt's sogar ein Video, da laden sie dann einen Akku mit zu hoher Spannung. Effekt, das Ding bläht sich auf und fängt irgendwann an zu brennen. "Hochgehen" im Sinne von explodieren kann er nicht, weil LiPo Akkus nicht in festen Behältern (wie Li-Ionen) verbaut sind. Wenn natürlich die Hütte abbrennt wegen sowas, ist das auch nicht grade schön. Ich lade meine Akkus meist in einer alten Tasse, weg von Brennbarem. Ob's hilft kann ich nicht sagen, bisher hat noch keiner gebrannt.
Worauf man achten sollte, wenn man so ein Modellbauladegerät nimmt, ist dass es Akkus mit 3,6V und 3,7V Zellenspannung gibt. Und da die Akkus bekanntermaßen recht empfindlich sind auf Überspannung, kann man sie so schön töten.
Grüße
Michl
Wenn nichts zu verlieren ist: ich hab schon 2x einen lio Akku vom Notebook reaktivieren können. Nach 6-12h im Gefrierfach (in eine Plastiktüte wegen Feuchtigkeit eingewickelt) auspacken und direkt ans normale Ladegerät...
QuoteOriginal von strobi
Wenn nichts zu verlieren ist:
Ja, das kommt wohl hin....
Quoteich hab schon 2x einen lio Akku vom Notebook reaktivieren können. Nach 6-12h im Gefrierfach (in eine Plastiktüte wegen Feuchtigkeit eingewickelt) auspacken und direkt ans normale Ladegerät...
Einen Versuch ist es allemal wert. Viel kaputtmachen kann ich vermutlich nicht mehr...
Wenn ein Li-Ion oder Li-Polymer wirklich tiefentladen wurde (und nicht bloß der interne Tiefentladeschutz abgeschaltet hat), dann ist er nicht mehr wiederzubeleben. Beim Tiefentladen werden die chemischen Verhältnisse neutralisiert, das läßt sich nicht mehr umkehren.
Edit: Strobis "Erfolg" könnte genau das Reaktivieren der Tiefentladeschutzschaltung sein?
Ich würde mir daher die Arbeit sparen und einen neuen kaufen.
Und mit einem Fremdgerät würde ich einen Palm-Akku auf keinen Fall laden, der Ladestrom des ersten Ladeschritts (Konstantstrom) muß genau auf den Akku (Kapazität, Schlußspannung) eingestellt sein.
Gruß
Helge
QuoteOriginal von Helge
Wenn ein Li-Ion oder Li-Polymer wirklich tiefentladen wurde (und nicht bloß der interne Tiefentladeschutz abgeschaltet hat), dann ist er nicht mehr wiederzubeleben. Beim Tiefentladen werden die chemischen Verhältnisse neutralisiert, das läßt sich nicht mehr umkehren.
An einem "Hänger" in der Schutzschaltung glaube ich eher nicht, der Akku ist Bj 1999 und hat nie mehr als die werksseitige Ladung bekommen.... und das die 7 Jahre anhält, wage ich zu bezweifeln.
QuoteIch würde mir daher die Arbeit sparen und einen neuen kaufen.
Und genau das ist etwas problematisch...
Wenn der Palm (vermutl. V, Vx oder IIIc) seit 1999 nie aufgeladen wurde, ist der Akku höchstwahrscheinlich hinüber. Man sollte es aber nicht glauben, ich habe schon Palm V gesehen, die nach 4 Jahren im Schrank problemlos wieder aufzuladen waren.
Ein eingerasteter Tiefentladeschutz braucht übrigens nicht viel Energie, daher also trotzdem möglich.
Den Akku sollte es aber für V, Vx und IIIc noch zu kaufen geben, was ist also das Problem?
Diese Geräte haben übrigens noch Li-Ion, keine Li-Polymer, daher ist eine Explosion bei unsachgemäßem Aufladen durchaus möglich!
Gruß
Helge
QuoteOriginal von Helge
Wenn der Palm seit 1999 nie aufgeladen wurde, ist der Akku höchstwahrscheinlich hinüber.
Mift ![]()
QuoteMan sollte es aber nicht glauben, ich habe schon Palm V gesehen, die nach 4 Jahren im Schrank problemlos wieder aufzuladen waren.
Ein eingerasteter Tiefentladeschutz braucht übrigens nicht viel Energie, daher also trotzdem möglich.
Also doch mal in die Tiefkühltruhe werfen und das beste hoffen?
QuoteDen Akku sollte es aber für V, Vx und IIIc noch zu kaufen geben, was ist also das Problem?
Das Problem sieht so aus:
[Blocked Image: http://photos1.blogger.com/blogger/2223/1590/400/pdq-vorne.jpg]
Dafür noch einen Akku zu bekommen der nicht die gleichen Probleme wie meiner hat, dürfte knifflig werden.
Hab' mal eine Mail an den Kundenservice von Kyocera geschickt, mache mir da aber wenig Hoffungen ![]()
Leider auf dem angehängte Bild nicht sichtbar, was für einen Palm Du denn nun hast (bzw. Smartphone)?
Ich vermute, ein Kyocera pdQ?
Das mit der Tiefkühltruhe setzt bestenfalls den Tiefentladeschutz zurück, mehr kann ich mir da nicht vorstellen.
Ich würde den Akku ausbauen und nach einem suchen, der in etwas die gleichen Dimensionen hat.
Daß Du das Smartphone nur in USA verwenden kannst, ist Dir schon klar (hat AFAIK nur CDMA)?
Gruß
Helge
QuoteOriginal von Helge
Leider auf dem angehängte Bild nicht sichtbar, was für einen Palm Du denn nun hast (bzw. Smartphone)?
Ich vermute, ein Kyocera pdQ?
Jopp.
QuoteDas mit der Tiefkühltruhe setzt bestenfalls den Tiefentladeschutz zurück, mehr kann ich mir da nicht vorstellen.
Das würde ja schon reichen. Ich erwarte/erhoffe ja nicht, daß der Akku wieder "wie neu" wird... ein bischen Ladung würde mir schon voll und ganz reichen.
QuoteIch würde den Akku ausbauen und nach einem suchen, der in etwas die gleichen Dimensionen hat.
Der eigentliche Akku ist fest in ein Plastikkästchen eingeklebt, welches wiederum einen Teil der Rückwand des Telefons darstellt. Da möchte ich eigentlich nicht mit grobem Gerät 'ran, um die Zellen auszubauen.... mal davon abgesehen, daß man imho eh nirgendwo Li-Ion-Zellen kaufen kann.
QuoteDaß Du das Smartphone nur in USA verwenden kannst, ist Dir schon klar (hat AFAIK nur CDMA)?
Ja, das weiß ich. Mittlerweile kann man das pdQ auch in den USA nicht mehr benutzen, weil Sprint die Dinger nicht mehr freischaltet. Macht aber nix, ich hab's ja nur für die Vitrine ![]()
Li-Ion-Akkus gibt es schon. Zellen ist eh' etwas übertrieben, mehr als eine wird da kaum drin sein (würde auch wenig Sinn machen und das Laden nur unnötig komplizieren).
Und die sollte man mit etwas Geschick aus der Plastikhülle befreien können.
Wenn es gar nicht geht, würde ich das Ding so ins Museum stellen, zum Vorführen kannst Du ja eine externe Spannungsversorgung nehmen.
Gruß
Helge
QuoteOriginal von Helge
Li-Ion-Akkus gibt es schon. Zellen ist eh' etwas übertrieben, mehr als eine wird da kaum drin sein (würde auch wenig Sinn machen und das Laden nur unnötig komplizieren).
Es müssten eigentlich zwei Zellen drin sein, der Akku ist mit 7,2 Volt angegeben.
QuoteWenn es gar nicht geht, würde ich das Ding so ins Museum stellen, zum Vorführen kannst Du ja eine externe Spannungsversorgung nehmen.
Klar. Aber das wäre mein erster unbrauchbarer PDA in meiner Sammlung und außerdem will ich ja auch noch ein bischen damit spielen ![]()
Ich hab' den Akku gerade aus dem Gefrierfach geholt und in die Dockingstation gesteckt.... und die Ladeelektronik scheint den Akku zu laden und nicht gleich als kaputt abzulehnen. Drück' mir die Daumen ![]()
ES HAT FUNKTIONIERT, es hat tatsächlich funktioniert!
Strobi, Du bist mein Held des Tages ![]()
Der tiefgekühlte Akku hat sich tatsächlich innerhalb kurzer Zeit soweit aufgeladen, daß plötzlich das Telefon angesprungen ist.
Jetzt läuft das Telefon gerade seit 30 Minuten unter Vollast mit eingeschalteter Beleuchtung, ohne daß die Spannung auch nur ein µ abgefallen ist ![]()
7,2V ist natürlich der Hammer und zudem vollkommen ungebräuchlich. Mehrfachzellen bei Li-Ion macht man eigentlich nur in Notebooks, wo Platz für die komplizierte Ladetechnik ist.
Würde mich mal interessieren, wie der geladen wird?
Wieviel Pins hat der Akku eigentlich?
Wenn er nach dem Tiefkühlen wiederkommt, wird es wohl die Sicherheitsabschaltung gewesen sein.
Denk' nach dem Ausprobieren daran, die Ladestandsanzeige zu kalibrieren, damit Du Dich einigermaßen auf die Anzeige verlassen kannst.
Gruß
Helge
QuoteOriginal von Helge
7,2V ist natürlich der Hammer und zudem vollkommen ungebräuchlich.
Allerdings. Ich hab' auch noch nie einen PDA mit Akkus gesehen, der mit einer so hohen Spannung versorgt werden wollte. 6Volt war da bisher das Maximum - und das waren NiCads bzw. NiMHs.
QuoteWürde mich mal interessieren, wie der geladen wird?
Wie kann ich das feststellen?
QuoteWieviel Pins hat der Akku eigentlich?
Vier (Eingang) , bzw. drei zum Telefon.
QuoteWenn er nach dem Tiefkühlen wiederkommt, wird es wohl die Sicherheitsabschaltung gewesen sein.
Sieht so aus. Bei dem Alter des Akkus hab' ich eigentlich nicht mit Erfolg gerechnet. Aber offensichtlich ist die Selbstentladung von Li-Ion-Akkus wirklich minimal, sonst hätte er kaum 7 Jahre ohne Ladung durchgehalten.
QuoteDenk' nach dem Ausprobieren daran, die Ladestandsanzeige zu kalibrieren, damit Du Dich einigermaßen auf die Anzeige verlassen kannst.
Schon passiert ![]()
Woher weißt Du, welcher Pin wofür ist?
Um einen Li-Ion 2 Zellen zu laden braucht man eigentlich mehr Pins, es muß zumindest jede Zelle getrennt überwacht werden, um bei Laden in Reihenschaltung zu verhindern, daß bei einer der Zellen die Maximalspannung überschritten wird?
Die Selbstentladung ist nicht so niedrig, nimmt aber mit kleiner werdender Spannung stetig ab.
Gelitten hat der Akku aber mit Sicherheit.
Gruß
Helge
QuoteOriginal von Helge
Woher weißt Du, welcher Pin wofür ist?
Vier Anschlüsse liegen auf der Außenseite des Akkupacks (die Dockingstation hat auch nur 4 Kontakte), die drei Anschlüsse zum Telefon liegen auf der anderen Seite.
Ich kann bei Interesse mal versuchen, ein paar brauchbare Bilder davon zu machen.
QuoteDie Selbstentladung ist nicht so niedrig, nimmt aber mit kleiner werdender Spannung stetig ab.
Daß ein Akku so eine lange Zeit übersteht, wundert mich aber trotzdem ![]()
QuoteGelitten hat der Akku aber mit Sicherheit.
Damit muß ich wohl rechnen. Ich bin aber schon froh, daß er überhaupt noch funktioniert.
QuoteStrobi, Du bist mein Held des Tages Big Grin
Bitte dem Palm Gewinnspiel mitteilen, dass ich deshalb einen Treo verdient habe :zwinkert:
QuoteOriginal von OWL
Allerdings. Ich hab' auch noch nie einen PDA mit Akkus gesehen, der mit einer so hohen Spannung versorgt werden wollte. 6Volt war da bisher das Maximum - und das waren NiCads bzw. NiMHs.
Nun, der Handera 330 hat ein 8,4V Li-Ion Akkupack ![]()
Grüße
Fabian