2 Betriebssysteme am PC / Wie ?

  • Hallo Leute !


    Ich möchte auf meinem Rechner 2 Betriebsystem installieren:
    - XP Home = vorhanden
    - XP Professional in russisch


    Auf meiner Festplatte habe ich 3 Partitionen:
    Basisfestplatte betehend aus
    - logisches Laufwerk C (XP Home installiert) = Primär
    - logisches Laufwerk D (beinhaltet alle meine Daten) = Primär
    - erweiterte Partition mit einem logischen Laufwerk E (dorthin will ich mein russisches XP installieren)


    Ich habe auch einen Bootmanager installiert bei dem ich zwischen C und E wählen kann - nur wenn ich E auswähle sagt er mir "Datenträger austauschen - Neu starten" und wenn ich neu starte komm ich wieder zum boot menu :verwirrt:


    Kann mir jemand helfen ?


    Danke

    .
    8)
    Meine Konfiguration:
    - Windows7 / Outlook 2010
    - HP Pre3 Lumia 820 + HP Veer
    - HP Touchpad (32GB)
    - gSyncit
    - Google Datenkrake

  • Extra Bootmanager wäre heute gar nicht mal mehr nötig. Von E kann wer wahrscheinlich nicht booten, weil das vllt nur von einer primären Partition geht.


    Normalerweise funktioniert das mit mehreren XPs so: Ein XP ist installiert. Die Partition, auf die das zweite soll wird frei gemacht und dann wird vom einen XP aus (oder von der CD) das Setup gestartet. Dann kann man die Partition auswählen und ein entsprechendes Bootmenü wird automatisch erstellt.

  • Kommt drauf an, wie abgeschottet die beiden Systeme sein sollen.


    Wenn es egal ist, daß beim 2. XP das Systemlaufwerk nicht als "C:" angezeigt wird, sondern weiterin als "D:" oder "E:" und ein Teil der Ordner auf der Partition mit dem ursprünglichen XP landen (Windows kommt damit klar, aber nicht jedes Programm, das Du installierst, wird damit zurechtkommen, daß XP nicht auf "C:" installiert ist und seine Installation auf die falsche Platte schieben, weil der Programmierer "C:" als Systemlaufwerk voraussetzt und die Variablen ignoriert), dann kannst Du einfach das Setup von CD starten und sagen "installiere nach D:(E:)".


    Willst Du eine komplette Trennung, kommst Du nicht umhin, erstmal ein Knoppix zu starten und dort Laufwerk C: zu verstecken (Partition mit fdisk umstellen auf "Hidden NTFS"). Dann wird das "neue" XP Laufwerk D: als "C:" erkennen und eine komplett neue Installation dort ausführen. Als Bootmanager brauchst Du dann Grub oder Lilo, da Du bei jedem "umschalten" C: wieder verstecken mußt, sonst gibts Chaos. C: ist dann im neuen XP auch nicht zugreifbar (dort ist ja "D:" dann "C:"), Deine ursprüngliche Installation ist also weitgehend sicher vor Fehlbedienungen.


    E: ist nur im ersten Szenario verwendbar, da XP zwar die Installation auf einem log. Laufwerk unterstützt, aber (im Gegensatz zu Linux) nicht davon booten kann. Das Bootlaufwerk ist dann wieder das bisherige C:.


    Die Alternative hat Bubu ja schon gebracht, VMWare & Co. sind - je nachdem, was Du vorhast - eine gute Alternative. Bei VMWare kommt der kostenlose VMWare Server in Frage, Alternativlösungen gibts auch jede Menge (siehe den Link in Bubus Beitrag).

    Gruß
    Trekkie22

    --------
    Das Leben ist ein beschissenes Adventure, aber die Grafik ist geil!

    Pilot Pro+2MB Upg. > IIIe > m105 > IBM Workpad c3 > m130 > T|E > Treo 650 > Centro > TX+2GB & Treo650+2GB > pre & 3G iPod Touch 64GB & TX+2GB > iPhone 4 & iPad 2 > iPhone 5 & iPad 2

  • Also, ich habe das Problem mit MacOS und Windows XP.
    MacOS ist einfacher zu installieren, wenn es am Plattenanfang steht, deswegen liegt es bei mir auf Partition 1.
    Danach habe ich die erste Partition versteckt und die zweite vor der 1024-Cylinder-Grenze angelegt, die entspricht bei mir etwa 10GB nach Beginn der Platte.
    Das ist essentiell, weil nur Partitionen vor 1024 Cylindern überhaupt noch mit NTFS bootbar sind.
    Und ohne einen anständigen Bootmanager könnte es schwer werden - es gibt aber einen Trick, den Windows-NTFS-Bootmanager zum Starten zu nehmen. (OK, der bei mir nicht funktioniert hat)

  • Danach habe ich die erste Partition versteckt und die zweite vor der 1024-Cylinder-Grenze angelegt, die entspricht bei mir etwa 10GB nach Beginn der Platte.
    Das ist essentiell, weil nur Partitionen vor 1024 Cylindern überhaupt noch mit NTFS bootbar sind.


    Das ist ein uraltes Märchen, das ich immer wieder zu hören bekomme, das aber seit Windows 2000 schon nicht mehr stimmt. Das Problem hatte nur Windows NT4, weil dort im NTLDR noch mit C/H/S gearbeitet wurde (das Problem tritt im übrigen unabhängig von NTFS auch bei FAT auf, da es nur am NTLDR liegt). Ab Windows 2000 SP4 verwendet der NTLDR LBA für die Adressierung, und da ist das alles kein Problem mehr. Ich habe hier auf meinem Rechner das System auf der letzten Partition (Größe: 16GB) auf einer 160GB-Platte und Windows bootet problemlos, und zwar sowohl ohne Grub als auch mit Grub. Und da bin ich unter Garantie weit über der "Grenze".


    Der Windows-Bootmanager tut nur dann, wenn man nicht mit versteckten Partitionen arbeitet. Dann muß man nur die Boot.ini entsprechend anpassen, z.B. so:


    Code
    [boot loader]
    timeout=3
    default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
    [operating systems]
    multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional" /fastdetect /NoExecute=OptIn
    multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)\WINDOWS="Microsoft Windows XP Professional [Andere Sprache]" /fastdetect /NoExecute=OptIn
    C:\CMDCONS\BOOTSECT.DAT="Microsoft Windows Recovery Console" /cmdcons


    Der letzte Eintrag im Beispiel lädt einen in eine Datei ausgelagerten Bootsektor, damit kann man fast jedes beliebige Betriebssystem laden. Das sollte auch für MacOS gehen, einfach in der Unix-Kommandozeile mit


    Code
    dd if=/dev/hda of=mybootsect.dat bs=512 count=1


    den Bootsektor auslesen, auf die Windows-Partition kopieren und mit eintragen (Dateiname kann man beliebig anpassen). Wenn man versteckte Partitionen nutzt, dann verwendet man am besten Grub zum booten, dort kann man die Partitionen bequem im Script zwischen versteckt und sichtbar umschalten.


    <EDIT>Es heißt natürlich /dev/hda, nicht /dev/hda1... :oh-je: </EDIT>

    Gruß
    Trekkie22

    --------
    Das Leben ist ein beschissenes Adventure, aber die Grafik ist geil!

    Pilot Pro+2MB Upg. > IIIe > m105 > IBM Workpad c3 > m130 > T|E > Treo 650 > Centro > TX+2GB & Treo650+2GB > pre & 3G iPod Touch 64GB & TX+2GB > iPhone 4 & iPad 2 > iPhone 5 & iPad 2

    Edited 2 times, last by trekkie22 ().

  • Hallo Leute !
    Danke für die Tips - ich habe den Rechner mit dem russischen Windows XP prof im DVD-Fach hochfahren lassen und er hat sich auf die freie Partition E installiert .....
    Beim hochfahren kann ich jetzt auswähen zwischen russichem und deutschem XP (russ. Menüführung) ........ Nachteil ich sehe in beiden Windows Varianten meine "Datenplatte" die hätte ich gerne im russischen XP unsichtbar - aber was solls.......
    ....... übrigens hat mich das russ XP Pro + russ Office 2007 + ca. 200 zusätzliche Programme (alles auf einer DVD) in einem Geschäft "offiziell " 600,- Rubel (=16,72 EUR) gekostet :whistling:


    lg Peter

    .
    8)
    Meine Konfiguration:
    - Windows7 / Outlook 2010
    - HP Pre3 Lumia 820 + HP Veer
    - HP Touchpad (32GB)
    - gSyncit
    - Google Datenkrake

  • [..] Nachteil ich sehe in beiden Windows Varianten meine "Datenplatte" die hätte ich gerne im russischen XP unsichtbar - aber was solls.......[..]


    Dies könntest du durch die Benutzung von mountvol.exe erreichen.
    Also in etwa so:
    Start => Ausführen => 'CMD' eintippen
    dann über

    Code
    mountvol $Buchstabe der Partition /d


    und 'Enter' drücken. Dann sollte die Partition verschwunden sein.
    Mehr dazu findest du hier:
    http://www.microsoft.com/resou…us/mountvol.mspx?mfr=true
    http://www.pcwelt.de/start/sof…praxis/102055/index4.html
    http://www.pcwelt.de/start/sof…/windows/allgemein/39772/

  • Lass das zweite Windos doch in einer virtuellen Maschine laufen...


    Diese Empfehlung kann ich nur Unterstreichen. Ich arbeite schon seit Jahren mit Virtual PC und neuerdings mit Virtualbox was es auch für Linux gibt. Ein klassischer Anwendungsfall für einen Kunden war das deren Webseite mit diversen Browserversionen auf vielen Betriebssystemen und -versionen getestet werden musste.