Gerücht: Pre3 soll kein Homebrew mehr können!

  • Und wie immer hat auch dieses Gerücht offenbar einen Krümel Wahrheit inne, wenn auch vielleicht von HP eher ungewollt:
    In vielen Kernbereichen des webOS wird zunehmend das relativ einfach erlern- und editierbare Javascript durch C++ ersetzt. Hinzu kommt, daß sich die ersten Entwickler davon abwenden, ihre Apps auf webOS 3 / Enyo umzusetzen.
    Mal sehen, wie das in der Homebrewszene ankommt.

  • Hinzu kommt, daß sich die ersten Entwickler davon abwenden, ihre Apps auf webOS 3 / Enyo umzusetzen.


    das ist der erste kommerzielle Anbieter der keine "Lust" mehr hat und neben der nötigen Anpassung für Enyo dürfte auch die (nicht mehr) Unterstützung seitens Twitter sein, die wollen wohl primär ihre eigenen Clients benutzt sehen.


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    Mal sehen, wie das in der Homebrewszene ankommt.


    Offensichtlich ist de Umstellung von Mojo nach Enyo notwendig, wenn auch sehr unglücklich, da man sich kaum an Mojo gewöhnt, schon wieder mit einer Entwicklungs-Umgebung anfreunden soll.


    Das kostet bestimmt Entwickler, auf der anderen soll sich die webOS damit massiv vereinfachen, das kann neue Entwickler anziehen.


    Die Zukunft wird es zeigen ...

  • Java Script war schon eine geniale Sache. So easy wie mit Ares neue Apps machen, das konnte kaum jemand Palm nachmachen.


    Dennoch wurde es relativ wenig genutzt, oder? Ich mein, die paar Apps die es wirklich für WebOS gibt ... letztlich blasen da die Wüstenhexen durch den Appcatalog.


    Andererseits isses sicher nicht förderlich, den paar Entwicklern die man noch hat in ihre gemeinschaftlichen Weichteile zu treten...

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    Dieser Beitrag spiegelt meine persönlichen Meinungen und Erfahrungen wider und nicht notwendigerweise die der Forenbetreiber.

  • Gibt es dazu eine Quelle? Ich glaube nicht, dass Javascript verschwinden wird, Enyo ist ausschließlich in Javascript geschrieben und somit sind auch weiterhin reine JS-Anwendungen möglich. Die werden wohl kaum Mojo ablösen um Enyo kurze Zeit später einzustellen. Ich halte das für ein unsinniges und unwahres Gerücht.

  • Ich halte das für ein unsinniges und unwahres Gerücht.


    ich weiß nicht genau auf was Du abzielst, aber es gibt einen Unterschied zwischen der System-Software und Mojo-/Enyo-Apps.


    Letztere werden sicher langfristig auf JS basieren, bei ersterem soll es aber Änderungen gegeben haben, die das Patchen mancher Dinge nicht mehr zu lassen


    Und das beträfe schon einen Teil der Hombrew-Szene, hat aber reichlich wenig mit mit einem "verdongelten" Pre oder der fehlenden Möglichkeit Linux-System-Bestandteile auszutauschen oder Homebrew-Apps anzubieten.

  • Das Körnchen Wahrheit an der Geschichte wird sein, dass mittel- oder langfristig kein Patchen mehr möglich sein wird.
    Zukünftig werden mehr Hauptbestandteile des OS in C++ und nicht mehr in Javascript programmiert sein (sieht man ja schon am Launcher von 2.1). Das bietet einerseits Vorteile (unter Javascript konnte man zB die GPU kaum ansprechen, wodurch zB der Launcher unter 2.1 drastisch schneller geworden ist) andererseits aber auch massive Nachteile (eine in C++ geschriebenen und compilierte Applikation kann man nicht mehr so einfach editieren oder patchen, wie man das unter 1.4.5 gewöhnt war.)
    Homebrew an sich wird sicher nicht so schnell untergehen, die Möglichkeiten, sein webOS-Gerät durch Patches und Eingriffe in den Programmcode zu individualisieren werden aber nach und nach wegfallen.

  • Ok, unter der Haube kann sich natürlich etwas ändern. Ich habe nicht bedacht, dass einige Homebrew-Software auch abseits der offiziellen Pfade in das System eingreift.


    Da WebOS auf GPL-Software aufsetzt müssen aber die Quellen unter GPL veröffentlicht werden, sobald gegen GPL-Software gelinkt wird. Es besteht also immer noch eine gute Chance an die Quellen zu kommen (auch wenn das Patchen dann natürlich aufwendiger wird).

  • @*Gast*: So macht mir das Sinn und ich kann das nachvollziehen. Aber man hat ja auch schon beim PalmOS gesehen, dass die Notwendigkeit, Programme in C oder C++ zu schreiben, viele Hobbyentwickler nicht davon abgehalten hat, selber "Apps" (die damals noch nicht so hießen) zu schreiben. Kleine Progrämmelchen für spezielle Anwendungsfälle. Oder z. B. alternative Launcher, wenn der an Bord nicht mehr reicht (ich selber hatte ZLauncher, MegaLauncher und natürlich RescoExplorer in Benutzung, es gab aber auch Facer, LauncherX, SilverScreen, YiShow, Hi-Launcher und AppShelf. Wenn ich nicht noch den einen oder anderen vergessen habe). Ich denke, dass diese Entwicklung dem webOS dann auch bevorsteht, wenn das einfache Patchen nicht mehr funktioniert. Solbald der Leidensdruck, nur knapp 12 App Icons auf dem Schirm zu haben, so groß geworden ist, dass er das Leiden, selber einen neuen Launcher zu schreiben, überwiegt, wird es auch eine alternative Launcher-App geben. Die wird kommen. Ich nehme noch Wetten entgegen... ;)


    Das wäre für mich aber nicht das "Ende" von Homebrew, sondern eine Weiterentwicklung. So, wie sich halt die webOS-Geräte und das webOS selber auch weiterentwickeln.


    Mein Motto (naja, eins davon...): Bewegung ist Leben! ;)


    Grüße


    Carsten

  • Ich denke, dass diese Entwicklung dem webOS dann auch bevorsteht, wenn das einfache Patchen nicht mehr funktioniert. Solbald der Leidensdruck, nur knapp 12 App Icons auf dem Schirm zu haben, so groß geworden ist, dass er das Leiden, selber einen neuen Launcher zu schreiben, überwiegt, wird es auch eine alternative Launcher-App geben. Die wird kommen. Ich nehme noch Wetten entgegen... ;)


    Das Schreiben eines alternativen Launchers ist, jetzt mal stark untertrieben, nicht das Problem. Problematisch ist, dass es keine Möglichkeit gibt, diesen alternativen Launcher vernünftig zu starten, da die Aufrufe auch alle tief im System verstaut und nicht editierbar sind. Es ist ja nicht einmal möglich, den Launcher-Button zu ändern, zu löschen oder mit dem Start einer anderen App zu belegen.
    Je mehr Komponenten von webOS in C++ implementiert werden (was kein Widerspruch zur GLP ist), um so weniger lässt sich an diesen dann ändern. Gut, man kann die Sourcen einer App (soweit verfügbar) ändern, alles neu kompilieren und die urprüngliche App durch die so gepatchte Version ersetzen. Von der Eleganz und Leichtigkeit, einen Patch direkt auf dem Gerät via Preware installieren und auch wieder entfernen zu können (oder mit "Tweaks" einen installieren Patch nochmal zu "patchen"), sind wir damit aber Lichtjahre entfernt.


    Quote

    Das wäre für mich aber nicht das "Ende" von Homebrew, sondern eine Weiterentwicklung. So, wie sich halt die webOS-Geräte und das webOS selber auch weiterentwickeln.


    Es wird weniger eine Weiterentwicklung als eine zumindest temporäre Beschneidung des aktuell Möglichen.
    Vielleicht ergibt ja sich übernächstes Wochenende in Berlin ja die Gelegenheit, dies zu thematisieren.

  • Mal ne andere Frage dazu:


    Hat noch niemand unseren *Gast* aus der Kälte draussen in die warme "Nexave" Stube gebeten?


    Komm doch rein, registrier Dich und wärm Dich am flackernden Kaminfeuer... (ok, passt jetzt nicht ganz zur Jahreszeit :D )
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  • Ich verstehe die ganze Diskussion nicht.


    JS wird bleiben, und als Zusatz gibt es dann endlich die Möglichkeit in C++ zu programmieren. Was der Homebrew-Gemeinschaft die Möglichkeit gibt die vorhandene Hardware bis zur Undendlichkeit auszureizen. Warum also weinen, eher auf die neuen unendlichen Weiten des WebOs freuen.

  • Tja, da hat der "Gerüchtestreuer" wohl doch nicht ganz so falsch gelegen... Ohne DevMode wird's nix mit Homebrew. Und das hängt in Zukunft von der Gnade dessen ab, der den Exchange-Account bzw. dessen Gruppenrichtlinien verwaltet.

  • Tja, da hat der "Gerüchtestreuer" wohl doch nicht ganz so falsch gelegen...


    Warum?


    Ohne DevMode wird's nix mit Homebrew. Und das hängt in Zukunft von der Gnade dessen ab, der den Exchange-Account bzw. dessen Gruppenrichtlinien verwaltet.


    Der DevMode hat nichts mit einem Exchange-Account zu tun, den du vielleicht nutzt. Wenn du dir privat ein WebOS-Gerät kaufst, wirst du auch in Zukunft den DevMode aktivieren und Preware & Co installieren können. In dem verlinkten Artikel geht es darum, dass ein Arbeitgeber der seinen Mitarbeitern WebOS-Geräte zur Verfügung stellt, die Einstellungsmöglichkeiten beschränken kann. So könnte er zum Beispiel den DevMode deaktivieren und das Installieren von Spielen verhindern.


    Ich sehe darin kein Problem, vor allem kein generelles für Homebrew. Nützliche Dinge wird einem der Arbeitgeber sicher erlauben und privat gekaufte Geräte sind so oder so nicht betroffen.