Ubuntu und Plattform-übergreifendes Arbeiten (Mobil, Win, Mac)

  • ubuntu 13.04 als Smartphone Companion


    Nach einem Basteltag am einem verstaubtem eeePC901 (MasterSSD-Karte ausgebaut, Slave-SSD-Karte durch grössere ersetzt und auf 2GB Ram aufgerüstet) habe ich Ubuntu 13.04 einen Versuch gegönnt und bin begeistert über das, was diese Distro "out of the box" für Linux-Neulinge bietet.
    Erstaunlich die Performance, der Platz (<7GB für System und eine riesige Ladung an Programmen). Netzwerk-Drucker erkannt, alle getesteten CanoScan lide erkannt, LibreOffice, PDFeditor, email Client für alle IMAP Konten, Dropbox- & UbuntuOne-Cloud, VNC Fernsteuerung aller Rechner im Heimnetz, Zugriff alle freigegebenen Rechner, einfeache Netzwerk-Einbindung und WLAN-Konfiguration, USB-Tethering mit iPhone. Eigentlich alles, was ich für eine funktionierende Arbeitsumgebung brauche... :rolleyes:
    Weshalb ich das hier poste:
    war erstaunt, dass über den Dateimanager auch auf die Dokumenten-Ordner des iPhones zugegriffen werden kann, d.h. auf die Apps, die File-Sharing unterstützen, und auch auf interne Ordner mit Musik, Fotos und Audio-Aufnahmen.
    Hier mal ein Screenshot:

    Wer noch einen alten Rechner zu Hause übrig hat oder die Option einer virtuellen Installation, sollte mal einen Blick auf Ubuntu werfen, v.a. im Hinblick auf die hoffentlich kommenden Ubuntu-Smartphones und -Tablets.
    Schönen Gruss,
    Bobo

  • Notizen über mehrere Plattformen synchronisieren...
    Beim Austesten der Optionen von Ubuntu und Einbinden in mein bisheriges "Öko-System" (Mac, Win, iOS) bin ich auf folgenden genialen Artikel in "Coca's Blog" gestossen, die sich mit dem Plattform-übergreifenden Synchronisieren von Notizen beschäftigen:
    http://cocasblog.de/2012/04/30…telle-und-synchronisiere/
    (Der Artikel verweist weiter noch auf: http://cocasblog.de/2012/04/01…ional-velocity-friends-3/ und http://www.theverge.com/2012/4…9214/dnp-verge-at-work-nv als Inspiration)
    Habe das ganze selbst mal ausgetestet und bin ganz begeistert, wie man einen Zettelkasten universell über diverse Systeme hinweg synchron halten kann.
    Vorraussetzung dafür ist ein Dropbox-Account, das Erstellen der Notizen als "reiner Text" und "KEINE Punkte (.)" in der der Notiz-Überschrift.
    Die Notizen liegen als Text-Dateien unverschlüsselt vor, d.h. die synchronisierte Zettelsammlung eignet sich nicht für sensible Daten. (In Notational Velocity und Resoph Notes muss dieses explizit so eingestellt sein. Damit verliert NV z.B. die Option, alle Dateien in einer einzigen verschlüsselten Datenbank zusammenzufassen!)
    Im Prinzip ähnelt das System der PalmOS Memo-App, es können jedoch keine Kategorien angelegt werden. (um dieses Manko zu kompensieren ist z.B. eine Überschriften-System, wie bei der PalmOS-Anwendung "MemoLeaf" geeignet.
    Insgesamt eine schöne Lösung, einen universellen Zettelkasten überall verfügbar zur Seite zu haben.
    Hier meine Verwendeten Anwendungen (in Anlehnung an die geniale Übersicht von Coca's Blog):
    Mac: "Notational Velocity" http://notational.net/ (Dropbox-Datenbank nimmt damit nebenbei auch an den stündlichen TimeMachine-Sicherungen teil)
    Win: "ResophNotes" http://resoph.com
    Ubuntu: "P.S.Notes" http://burnsoftware.wordpress.com/p-s-notes/ (ca. 3,-$)
    iOS: "WriteRoom" (auf ein Verzeichnis festgelegt), "Plain Text", Elements(Sync-Probleme), "iA Writer" (trollt sich durch die ganze Dropbox...). Jeder Texteditor mit Zugriff auf frei zu wählende Dropbox-Ordner funktioniert - interessant sind da die Apps mit File-Manager/Editier-Funktion, z.B. "iFiles", "ReaddleDoc", "DocExpert", "Goodreader" etc.)
    webos: "TapNote" (http://onecrayon.com/tapnote/). Vorraussetzung ist allerdings, dass dann alle o.g. Clients das "../Dropbox/TapNote" Verzeichnis benutzen. (Aktive Wartung der App und nettes Feedback vom Entwickler, der die App auch an die aktuellen Änderungen bei Dropbox angepasst hat!)
    Android: der Programmierer von P.S.Notes verweist auf "Epistle for Android" (habe das aber selbst nicht ausprobiert)
    WP8: (?) vielleicht kann hier jemand die Info ergänzen


    PS: Vom "P.S.Notes" Entwickler (http://burnsoftware.wordpress.com) gibt es auch eine Software "DayJournal", mit dem nach ähnlichem Prinzip eine einfaches Text-basiertes Tagebuch zwischen Windows und Ubuntu abgeglichen werden kann. Da die Einträge als Textdateien in Ordnern mit hierachischer Ordnung abgelegt werden (Jahr/Monat/Tag, z.B. /user/dropbox/dayjournal/2013/05/09.txt) kann man die Einträge mit iOS auch über die App "iA Writer" oder "iFiles" etc. editieren oder neue Einträge, d.h. darum.txt Dateien, anlegen.
    Bei Windows-Client fehlt die Dokumentation und eine Menü-Führung ist nicht vorhanden. Man kann/muss den Ordner, in dem die Journal-Dateistruktur abgelegt werden soll per "STRG+O" wählen.)


    Schönes Himmelfahrts-Wochenende,
    Gruss,
    Bobo


    Hier ein Screenshot der Notiz-Anwendungen:

  • Was Du alles weißt und machst! Unglaublich.


    Ich glaube, ich muss mal wieder in der Nähe von Kiel Urlaub machen. Da wird einem geholfen.


    Ich steige nämlich vermutlich noch diesen Sommer vom T3 auf den Tx um. Da bräuchte ich Fjörden-Hilfe.


    Ich melde mich dann. :)


    Slubber

  • Naja. Keine Geheimwissenschaften - mein Level ist Ubuntu für Super-Dummis...
    (wenn ich die Postings der Linux-Insider bzgl. Installation von Ubuntu am TouchPad oder generell Modifikationen von WebOS oder Linux blicke, kann ich die Faszination von OpenSource erahnen. Aber für mehr Tiefgang fehlt mir aktuell die Zeit.)
    Nun hat sich Ubuntu 13.04 erfreulicherweise auf meinen Dummi-Level herabgelassen. 8)
    Primär war's zunächst eine ganz nette Idee, um alter Hardware (eeePC) ein besseres neues Leben einzuhauchen. Erstaunlich, was so "out of the box" geht.
    Mittlerweile habe ich es auch mit Nutzen am Rechner auf der Arbeit per VMwarePlayer als virtuelle Maschine für private Daten installiert (email, Dropbox).
    Interessant ist das Thema langfristig, weil der grösste Teil der Betriebssysteme Linux-Wurzeln hat.
    Zur Zeit scheitere ich allerdings beim krampfhaften Versuch, eine VPN Verbindung zu installieren - damit wäre dann vorerst die Einbindung des eeePCs in mein aktuelles Ökosystem perfekt. Leider fehlt's mir da am notwendigen know-how ;(
    Ja, wenn Du mal im Norden bist ... Du bist herzlich eingeladen!
    Gruss,
    Bobo

  • Moin,
    kennt sich hier im Forum wer mit VPN-Client-Konfiguration unter Linux/Ubuntu aus?
    Meine Konfiguration:
    Entferntes Windows-Netzwerk mit Lancom-Router.
    Aktuell existieren bereits ein funktionierender VPN-Aufbau über Lancom Adv.VPN-Client (Win/Mac) und über iOS.
    Verbindung wird über DynDNS-Server aufgebaut (würde da den Account nutzen, der für iOS angelegt ist).
    Zugang geschieht mit Kennwort und SharedSecret.
    Laut Lancom soll am Client das IPSec-Protokoll verwendet werden.
    Meine bisherigen laienhafte Versuche mit 2 VPN-CLients unter Ubuntu sind leider kläglich im Ansatz gescheitert... ;(
    Vielleicht hat hier jemand Erfahrung und kann mir weiterhelfen.
    Gruss,
    Bobo


    ---
    P.S.: so, wie es ausschaut, gibt's das scheinbar keine Lösung. Schade. Eine funktionierende VPN-Lösung ist z.T. der einzige Baustein, den ich bei Ubuntu zum ARbeiten vermisse. :schnieft:

  • Für webos habe ich "TapNote" als .txt-Notiz App für die plattformübergreifende Notiz-Datenbank eingebunden.
    Vorraussetzung allerdings: Sync-Ordner muss der /dropbox/tapnote -Ordner sein (weil TapNote keine freie Ordner-Wahl zulässt), und die anderen o.g. Notizen Anwendungen müssen dahingehend angepasst werden.
    :)


    PS: keiner, der mit der VPN-Frage weiterhelfen kann?
    Gruss, Bobo

  • Klasse, dass es jetzt auch eine Rubrik für Desktop-Systeme gibt!
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    Mit iOS 7 ist leider für Ubuntu der Zugriff auf das Dateisystem des iPhone geschlossen. War ganz praktisch, um Dateien mit der Sandbox einzelner Apps auszutauschen (z.B. native MPEG-Filme zu Playern oder in FileManager/Viewer, wie iFiles oder PDFexpert).
    Hat jemand da schon eine Lösung?
    Wird vermutlich so ein Katz-und-Maus-Spiel sein, wie damals mit WebOS und iTunes.

  • Für Win und Mac nutze ich DiskAid (von DigiDNA).
    Bei Ubuntu war das bisher nicht nötig. Du konntest bis iOS6 unter Ubuntu direkt per FileManager (ohne Extra-Programm - DiskAid benötigt z.B. auch Vorinstallation von iTunes) in das Dateisystem des iPhones/iPads einhängen und hattest Zugriff auf den Speicherbereich der einzelnen Apps (tiefer hab ich nicht geschürft).
    Das war sehr praktisch, weil man nichts extra installieren musste (genau so praktisch, wie der Zugriff auf freigegebene Ordner im Heim-Netzwerk oder RDP-Verbindungen mit "Vinagre" auf die Macs mit Bildschirmfreigabe :) )
    Dieser einfache Zugriff, d.h. überhaupt Zugriff aufs iPhone mit Ubuntu, geht jetzt nicht mehr. Beim Anmeldeversuch des iPhones bleibt man in einer Schleife bei der Bestätigung des "vertrauenswürdigen Computers" hängen. Vielleicht wird von Canonical da noch nachgebessert.
    Ob es irgendeine Anwendung gibt, weiss ich nicht. Wird's vermutlich auch (noch) nicht geben, denn einfacher als bisher direkt mit dem FileBrowser kann man's sicher nicht machen.
    Ist jetzt kein Weltuntergang, weil ich Ubuntu (bis auf einen betagten aufgepimpten eeePC) zum Herumprobieren nur als VM laufen hab. Bei reiner Linux-Umgebung wär's allerdings schon blöd - wobei sich manche Apps (z.B. iFiles) als Netzwerklaufwerk über WLAN einbinden lassen, was ich unter Ubuntu aber noch nicht ausprobiert habe.

  • Linux nutzt für den Zugriff auf iOS libimobiledevice.... Über den Fortschritt der Entwicklung gibts hier Infos:
    http://www.libimobiledevice.org/


    Ich denke in Kürze wird es mit iOS7 auch funktionieren - wie/ob du die aktuelle Version von libimobiledevice für deine Ubuntu-Version bekommst kann ich dir leider nicht helfen - denke aber spätestens beim nächsten Release ist die aktuellste Version wieder dabei.

  • Danke für die Info. - Dann ist ja Licht am Ende des Tunnels...
    Aber muss wohl drauf warten bis/ob ein offizielles Ubuntu-Update mit dieser Option kommt, weil ich nicht genug Kenne hab, um libimobiledevice installieren zu können ;(

  • Erfreuliche Nachricht:
    Der Zugriff auf das File-System von iOS per USB funktioniert mit Ubuntu 13.10 wieder und man hat jetzt wieder Zugang zu den Speicherräumen der einzelnen Apps.