Gibt's hier noch irgendwelche Verrückte, die Apple-Oldtimer am Laufen halten (68k, PowerPC, Early-intel-Macs) ?

  • Hallo Slubber, nicht verzweifeln.
    Kennst Du die Video-Recorder Szene bei City-Slickers ? 8o
    Wie gross sind den die jeweiligen Festplatten (Partitionen) Deiner Macs? Und wie gross die Sicherungsfestplatte(n)?
    Eigentlich alles keine Raketen-Technik:
    1. Festplattendienstprogramm starten.
    2. Am linken Rand die USB-Platte markieren: es erscheint in der Übersicht rechts ein langer Balken, der die Verteilung der Partitionen angibt (bei einer Partition ist der nur in einer Farbe).
    3. In der Menüleiste das Icon "Partitionieren" anklicken: da erscheint bei neueren macOS Versionen die Aufteilung der Festplatte als Tortengrafik. Bei einer Partition ist alles ein einziger blauer Kuchen. Bei mehreren Partitionen sind die Tortenstücke proportional der Partitionsgrösse angezeigt und die bereits mit Daten belegten Anteile einer Partition sind schraffiert dargestellt. Die Anordnung ist im Uhrzeigersinn: Erste Partition (was vorher im Balkendiagramm links war) bei 1 Uhr, letzte Partition (was vorher im Balkendiagramm rechts war) endet bei 12 Uhr.
    Wenn Du nur eine Partition hast (eine blaue Torte) und mit dem erstellen weiterer Partitionen anfangen willst,dann die grosse Einzelpartition im Diagramm anklicken und anschliessend unterhalb der Tortengrafik auf das (+) Zeichen klicken, um aus der markierten Partition zwei zu machen (2x/3x klicken macht sofort weitere Aufteilungen, d.h. 3 oder 4 Partitionen aus einer). Mit dem Punkt an der Trennlinie der zunächst hälftig aufgeteilten Partitionen kann die Trennlinie verschoben und damit die Grössenverteilung der Partitionen verändert werden. Für die erste Partition (bei 1 Uhr) die Festplattengrösse des ersten Macs einstellen. Anschliessend die zweite Partition anklicken/markieren und mit (+), diese Partition wieder in zwei aufteilen und dann für die 2. der jetzt drei Partitionen die passende Grösse einstellen. Wenn die dritte Partition deutlich grösser als die Festplatte des dritten Macs ist, dann die dritte Partition ebenfalls anklicken/markieren und mit (+) die dritte Partition nochmal aufteilen und die im Uhrzeigersinn dritte Partition dann für den dritten Mac anpassen. Es bleibt dann ggf. eine vierte Partition vakant, die man für Daten nutzten kann und die man z.B. bei 3-4 Sicherungsplatten mit gleicher Partitions-Struktur auf die jeweilig anderen Sichern kann. Die Haupt-USB-Platte mit MASTER markieren, die anderen Platten mit Sicherung1/2/3.
    4.Nachdem man die Aufteilung der Partitionsgrössen abgeschlossen hat auf "Ausführen" klicken. Dann erst wird der Vorgang gestartet. Bis dahin kann man ansonsten einfach alles ohne Änderungen wieder abbrechen.
    Das war der Teil mit dem Partitionieren. Den Vorgang für alle Platten identisch ausführen, damit alle Platten den gleichen Aufbau haben.

  • Startfenster. Hier neuen Backup-Plan anlegen. Ggf. muss erst noch die Seitenleiste eingeblendet werden.

    Backup-Plan anlegen, ggf. umbenennen in z.B."Mac1ToMac1Master", "Mac1ToSicherung1", "Mac1ToSicherung2" für die Festplatten mit Kennzeichnung Master, Sicherung1, Sicherung2 u.s.w.

    Per Drag&Drop Quelle(Mac) und Ziel(externe Festplatten-Partition) festlegen, "SafetyNet" ausschalten (bei genügend Platz auf der Platte, kann man es auch angeschaltet lassen (dann aber unbedingt z.B. +100-300GB zusätzlichen Platz pro Partition auf der externen Festplatte vorher beim Partitionieren der externen Festplatte einplanen!)

    CCC fordert einen zwischendurch automatisch auf, die Einstellung zu sichern

    Den Zeitplan für die Sicherung festlegen: entweder ein fester Zeitplan (bei dauernd angeschlossener Platte und festem Standort des Mac) oder Aktivierung des Backups, sobald die externe Platte angeschlossen wird (Backupplan kann dann auch beliebig oft manuell gestartet werden)

    Hier nochmal alles in der Übersicht und Reihenfolge ...


    Je nachdem, was man in der linken Seitenleiste markiert, bekommt man entweder Backup-Pläne oder Information über die Festplatten-Partition(en) angezeigt.
    Wenn man in der Ansicht der Festplatten-Partitionen ist, kann man auch ggf. eine Recovery-Partition anlegen.


    Anregung für "Fortgeschrittene" ;) :
    Mobile, mit "FileVault2" verschlüsselte Festplatte, auf der nur der Benutzer-Ordner, oder Teile des Benutzer-Ordners (ohne Papierkorb, Spiegelungen von Cloud-Speichern, Musik, Filmen, Bildern) von jedem der drei Macs gesichert wird. Damit hat man die Dokumente aller Macs immer dabei, wenn man mit einem Mac unterwegs ist. (Habe dafür eine "stossfeste" 500GB SSD", eingebaut in ein externes USB3-Gehäuse - mit USB3-PCExpress-Karte auch mit dem early2008er 15"MBP eine flotte Angelegenheit)


    Für Papierloses Büro eignet sich gut DEVONthink: jeder Mac hat seine DEVONthink-Datenbank im Original und jeweils eine Kopie der DEVONthink-Datenbanken der anderen Macs (Datenabgleich per CCC über Netzwerk, z.B. auch adhoc mit FireWire-Kabelverbindung, oder über die verschlüsselte mobile Festplatte)
    Mac1: "User/Dokumente/DEVONthink/DT-Mac1(ori)/DT-Mac1DB"; "User/Dokumente/DEVONthink/DT-Mac2(bak)/DT-Mac2DB"; "User/Dokumente/DEVONthink/DT-Mac3(bak)/DT-Mac3DB"
    Mac2: "User/Dokumente/DEVONthink/DT-Mac2(ori)/DT-Mac1DB"; "User/Dokumente/DEVONthink/DT-Mac1(bak)/DT-Mac1DB"; "User/Dokumente/DEVONthink/DT-Mac3(bak)/DT-Mac3DB"
    Mac3: "User/Dokumente/DEVONthink/DT-Mac3(ori)/DT-Mac1DB"; "User/Dokumente/DEVONthink/DT-Mac1(bak)/DT-Mac1DB"; "User/Dokumente/DEVONthink/DT-Mac2(bak)/DT-Mac2DB"
    (Man braucht die einzelnen Unterordner "DT-Mac1-3(ori/bak)" für die klare Trennung der Synchronisations-Regeln.)
    Mit CCC kann man dann für jeden Mac automatische Backup-Pläne für die verschlüsselte mobile Festplatte anlegen, die jeweils das jeweilige Original-Verzeichnis vom Mac auf die externe Platte sichern und die Backup-Ordner der anderen Macs von der externen Platte rücksichern.
    Die Backups der DEVONthink datenbanken sind dann allerdings nur zum Nachschlagen - wenn man etwas editieren will, muss das entsprechende Dokument in die für den Mac spezifische originale Datenbank kopiert werden.
    :!: Obacht: man gut aufpassen, damit es kein Chaos gibt! Aber einmal richtig installiert ist es danach nur ein Plug&Play Vorgang und man kann PowerPC und intel-Macs nebeneinander benutzen, weil das Datenbank-Format der DEVONthink-Version2 für PPC/intel kompatibel sind 8) .

  • Lieber Bobo, bevor ich jetzt tief in die Untiefen der Partitionierung einsteige, schnell noch ein paar kurze Fragen oder Infos, falls Du vor 20 Uhr noch mal reinschaust.


    1. Kann eine Festplatte, auf der Daten sind, nachträglich partitioniert werden? Oder wird bei der Gelegenheit alles gelöscht? Ich habe noch nie Partitionen benutzt - immer alles monolithisch.


    2. Meine Rechner haben folgende HD Größen:


    MacBookAir: 120 GB
    MacBookPro alt: 320 GB
    MacBookPro neu: 250 GB


    3. Meine 4 (gebrauchten) Festplatten, die ich eigentlich benutzen wollte haben jeweils 1 TB. Eine davon habe ich gestern schon mal "hingerichtet". Du muckst sich nicht mehr. Man kriegt keinen Kontakt mehr zu ihr.


    4. Ich könnte natürlich andere HDs benutzen (entweder nagelneue kaufen) oder bereits benutzte. Das hängt vom Datenvolumen ab. Die moderneren HDs, die ich habe, sind so zwischen 2 und 4 TB groß. Aber die wollte ich eigentlich für meine riesigen Datenmengen an Video-Originalmaterialien, die ich noch ein paar Jahre behalten will, benutzen. Bei mir ist halt immer die Gefahr, dass ich sie noch mal brauche für Änderungen an Filmen. Eher unwahrscheinlich, aber eben nicht sicher.


    So, das nur ganz schnell, falls es Dir was nützt.


    Ich lese jetzt Deine Botschaften weiter und sehe, ob ich da was ausrichten kann.


    Slubber

  • Habe jetzt eine 1,5 TB Platte komplett gelöscht und dann in 4 Partitionen aufgeteilt. Puh, das hat jetzt fast 1 Stunde gedauert.


    Jetzt spiele ich mit CCC die Festplatte eines Rechners auf eine der 4 Partitionen aus. Das wird rund 2 Stunden dauern.


    Mal sehen, ob diesmal die Chose durchläuft ohne Medienfehler.


    Slubber

  • Ok, also dann CCC. Daran erinnere ich mich noch ganz gut. Das war sehr klar aufgebaut. Dieses Express Dingens, das ich jetzt habe, ist etwas verwirrender. Bilde ich mir ein.


    was willst Du überhaupt sichern?


    Die Daten oder das ganze System?


    Wenn wirklich letzteres, dann sollte TimeMachine (auch wenn ich persönlich davon überhaupt nichts halte) die bessere Option sein, weil einfacher.


    Ansonsten hatte ich Dir einen Link für ein Backup-Programm, was einfach und recht gut dokumentiert ist, geschickt, damit werden nur Verzeichnisse gesichert, wenn es korrekt konfiguriert ist auch automatisch. Wahrscheinlich muss bei Dir sowieso nur Dein Benutzer-Ordner gesichert werden, damit fallen dann sehr viel weniger Daten an als bei einem Klon, wo neben dem System auch noch alle Programme usw. drin sind.


    Ab und zu mal die Platte mit CCC klonen ist sicher keine schlechte Idee, das aber als Backup zu nutzen halte ich für "Overkill".

  • Ab und zu mal die Platte mit CCC klonen ist sicher keine schlechte Idee, das aber als Backup zu nutzen halte ich für "Overkill".


    Ja, ein Festplatten-Klon braucht ein bisschen mehr Platz, als nur die persönlichen Daten zu sichern. Meine Basis-Installation von macOS mit all meinen Programmen benötigt ca max 40GB Platz. Gemessen an der Zeit, ein System neu aufzusetzen, sind die 40GB Peanuts und "Overkill" für meine Nerven wäre, alles neu aufzusetzten oder ein TB-Backup wiederherzustellen.


    Für die Daten nutze ich neben dem "Klonen" auch noch die erwähnte verschlüsselte SSD, auf der alle wichtigen Dokumente aller (intel-)Macs gebündelt sind.


    TimeMachine wäre sinnvoll für DIE gelöschte/geänderte Datei von vorletzter Woche und eigentlich nur sinnvoll, wenn im Hintergrund über's Netzwerk mit einem festen Server/NAS etc.
    Rattert jede Stunde durch (oder mit "Backup Scheduler" in grösseren Abständen). Ist ein wesentlich grösserer Zeitaufwand im Vergleich zu CCC/bootfähigen Klonen.
    Und man hat nur eine Version. Und die kann man nur auf Unversehrtheit prüfen, wenn's um die Wurst geht.
    Die Klone kann man einfach per USB einhängen und dann das geklonte System bei gedrückter ALT-Taste booten. WYSIWYG.
    Nach Festplatten-Tausch (500GB) ist mit CCC das System incl. Arbeiten nach 2h wieder flott - bei TimeMachine braucht das einen (Arbeits-)Tag.
    Wenn's um die eine verlorene/geänderte Datei geht, kann man bei CCC "SafetyNet" einschalten, 200-300GB Extra-Platz auf der Festplatte für das Klon-Backup reservieren und man hat die Option, auch verschollenes der letzten 2-3Wochen zu heben.


    CCC/Festplatten-Klone und klonen des gesamten Systems von einem Mac auf den anderen ist für mich einer DER Gründe, OSX/macOS den Vorzug zu geben.


  • Aah, die Tücke liegt im Detail!
    Deine neuen Macs haben als Datei-System bestimmt "APFS" (das seit Sierra neue File-System); das alte MBP hat "HFS+" (das File-System, das bis ElCapitan Standard war).
    Bis auf mein 11"MacBookAir mache ich um "APFS" erstmal einen grossen Bogen, um die Abwärts-Kompatibilität nicht zu verlieren.

  • Danke Euch beiden für die Flut an Informationen. Komme mir vor wie jemand, der bei Windstärke 8 mit einem Paddelboot nachts nach Helgoland rüber fahren will. Steife Brise und kein Schöpfkanister dabei.


    Aber erst mal die gute Nachricht: heute Nacht lief mit meinem "alten" CCC (kostenlos damals) ein KLON auf dem 17'' MBP durch - ohne Fehler. Habe es jetzt gerade gesehen. Das wäre also schon mal geschafft. Sind genau 300 GB gewesen. Das Ding ruht auf der 2. Partition meiner 1,5 TB Platte von Western Digital, die ich gestern ihrer alten Bestimmung enthoben hatte. Die 1. Partition wurde gestern, wie bereits berichtet, von mir mit dem MBA-Klon (per CCC) gefüllt (111 GB). Jetzt habe ich also zwei Klone von zwei Rechnern auf einer Festplatte. Es fehlt also noch der MBP (15 '', neu) Klon für die 3. Partition, den ich heute schaffen will.


    Aber bevor ich das angehe, wird es mit dem alten MBP (17 '') noch knifflig. Denn während ich mit dem alten 17 Zoll MBP (von 2007) so vor mich hin gearbeitet habe gestern, kam dauernd eine Warnmeldung von WIKIMEDIA. Die schrieben, dass ich in Zukunft nicht mehr auf deren Seite zugreifen können, weil mein System veraltet sei, also der Browser. Das haben die mir in geschätzt 30 Sprachen zugeschickt. Was also tun?


    Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, wie ich im Netz erfahren habe: einen Apple Browser finden, der die neuen Seiten lesen kann, oder einen fremden Browser (wie Firefox etwa) anschaffen. Ich habe momentan noch OS 10.6.8 auf dem 17 Zöller drauf. Ob sich dafür ein funktionierender Browser auftreiben lässt, steht noch offen. In einem Apple Forum (MacUser) wird das angezweifelt. Dort wird ein Upgrade von meinem 10.6.8 auf El Capitan vorgeschlagen. Einige Gegner gaben allerdings zu bedenken, dass damit bestimmte Programme nicht mehr laufen werden. Da kriege ich natürlich Angst, weil ich den Rechner ja betreiben will mit einigen Programmen, die ich so brauche. Dafür mache ich ja den ganzen Zinober. - Es läuft auf einen klassischen Konflikt hinaus, den ich ohne Risiken nicht bewältigen können werde.


    Es gibt also noch ein paar Hürden zu nehmen. Aber es ist ja auch schon etwas ruhiger im Fahrwasser nach Helgoland geworden. Ich habe diese Backup-Geschichte einfach zu lange vor mir hergeschoben. Und jetzt rauschen auch schon die Festplatten ab, die gestern noch liefen. Kleiner, heilsamer Schock.


    Bin gespannt, wie's weiter geht.


    Slubber

  • Hallo Slubber,
    auf dem 2007er 17" MBP kannst Du alles von Tiger bis ElCapitan installieren.
    Die letzte offiziell unterstützte Version 10.11 El Capitan macht aber erst mit SSD Spass (und Du musst für ausreichen Kühlung sorgen, damit die GPU nicht überhitzt und den Geist aufgibt! Ich benutze immer einen iLapStand von RainDesign).
    Beim Upgrade auf z.B. 500GB SSD (aber auch bei der aktuellen 320GB Platte) könntest Du eine zweite Partition anlegen für eine aktuellere macOS-Version und daneben eine Partition mit Deinem SnowLeopard(Rosetta-Unterstützung) behalten.
    Wenn alles erstmal unverändert weiterlaufen soll (und überhaupts) gibt es für SnowLeopard gibt als aktuellsten Browser "ArcticFox"

  • Netzwerkeln. Oder "ad fontes ..."
    Teil 1
    Mittlerweile hat der Macintosh Classic seinen langen und lang erwarteten Weg nach Kiel gefunden.
    Die wertvollen Kochrezepte und andere Reminiszenzen sind gerettet und konserviert auf einer mini_vMac-Emulator-Maschine (gebrannt auf CD) die auf Mac(intel/PPC) und Windows läuft. Und alles ist bei der freundlichen Spenderin angekommen und konnte dort auch erfolgreich gestartet werden.
    "Mission complete"
    Teil 2
    Hier stand die Zeit mittlerweile auch nicht still ...
    Mein grösstes Interesse bestand darin, den Macintosh Classic irgendwie in unserem Netzwerk einzubinden.
    Und das ist garnicht so einfach und alles nachfolgende bezieht sich auf alte Macs mit os7/8/9 (nicht OSX)
    Die alten 68k Macs benutzen "LocalTalk"-Hardware mit Mini DIN 8 oder DB9 "male" seriellen Kabeln.
    Einfach zwei Macs mit einem MiniDin8 Kabel verbinden, und voilà, die LokalTalk-Netzwerkverbindung ist physikalisch hergestellt. Das Protokoll für die Rechner-Kommunikation nennt sich dann "AppleTalk". AppleTalk kann sowohl eine LocalTalk- als auch eine Ethernet-Verbindung mit TCP/IP-Adressierung für eine Netzwerk-Verbindung nutzen.
    Das klingt erstmal ganz einfach - isses aber irgendwie doch nicht so ganz ...
    Also nochmal:
    Alte (68k) Macs können mit LocalTalk physisch verbunden werden und können mit dem AppleTalk Protokoll miteinander kommunizieren.
    Oder, alte Macs mit Ethernet können via Ethernet verbunden werden und können mit "AppleTalk über TCP/IP" miteinander kommunizieren.
    Jetzt kommt der komplizierte Teil: wie verbinde ich einen Mac/LocalTalk mit einem Mac/Ethernet!?
    Dafür gibt es kleine Wunderkästchen, z.B. von Assante, die LocalTalk nach Ethernet übersetzen (LocalTalk-MiniDin8 rein und Ethernet raus). Die sind schwer zu finden, etwas figgeliensch im Betrieb und, hmm, teuer.
    Oder man nimmt ein altes PowerBookG3 Wallstreet (nur die mit dem bunten Apfel!) als Mac-in-the-middle. Das hat auch LocalTalk rein und Ethernet raus und wunderbarerweise können beide Verbindungen aktiv nebeneinander im Wallstreet existieren und eine Brücke zwischen dem alten 68k Macintosh und den "neuen" iMacG3 Knubbelmacs schlagen.
    Und so wird der alte Macintosh Classic zu einer wunderbaren digitalen nostalgischen Schreibmaschine,
    und weckt ein bisschen Erinnerungen an meine alte 40er Jahre Reise-Schreibmaschine "Imperial, The Good Companion", gekauft für 10 Pfund beim Trödler in Ilfracombe/Devon/UK, mit der sich auf Hafenmauern liebevoll Briefe in abenteuerlichem Zeilenschwung dahintippen liessen. Damals, 1997, waren Computer für mich weiter weg, als der Mond, der über'm Hafenbecken schwebte.
    Als besonderes Gimmik für die AppleTalk Verbindung (und Alternative zu LocalTalk) gab's dann noch PhoneNet (von Farallon): Adapter von MiniDin8 nach RJ11, d.h. AppleTalk Kommunikation über Western-Stecker & normale Telefonleitung.
    Warte mit Vorfreude auf die Postsendung mit den PhoneNet Adaptern.
    Und dann wird E.L.O. "Telephone Line" laufen ...
    (Fotos folgen)

  • Bobo, Du bist der Größte. Vom Reiseschreibmaschinen-Freak zum Computer-Netzwerk-Freak. Eine wirklich steile Karriere. Woody Allen schreibt noch heute (also seit 70 Jahren als Autor, geb. 1935) mit seiner alten Olympia-Reiseschreibmaschine (aus Deutschland, wie er betont) die Drehbücher. Wer sagt's denn.


    Nur hast Du geschafft, was Woody nicht geschafft hat: den Sprung in die Moderne. Ich habe ihn leider auch nur halb geschafft. Von allem ein bisschen, von vielem nur die Hälfte. Ich kann mich auch von nichts trennen, was mir im Leben mal geholfen hat. Räume gerade mein 20 qm Büro auf - from Scratch. Und man findet Dinge, die man nicht wegwerfen könnte, weil sie Teil des Lebens waren. Fotos sind doch auch nichts anderes als Erinnerungen - nur dünner und leichter als Schreibmaschinen jeglicher Couleur.


    Mein Angebot steht: wenn Du mal nach Südfrankreich fährst, komm hier vorbei. Du weißt ja wo.


    Slubber

  • bobo

    Changed the title of the thread from “Gibt's hier noch irgendwelche Verrückte, die Apple-Oldtimer (PowerPC-Macs) pflegen?” to “Gibt's hier noch irgendwelche Verrückte, die Apple-Oldtimer fahren (68k, PowerPC, Early-intel-Macs) ?”.
  • Jetzt, wo das Forum auf wunderbare Weise wiederbelebt wurde, hier eine kurze Übersicht über den hiesigen Fortgang im Laufe des vergangenen Jahres ...


    Was die Arbeit betrifft: nach Wechsel von einem Win2008-TerminalClientServer auf einen Win10Pro-FileServer im Büro musste ich leider alle meine alten intel-Macs, die ich an den meisten Arbeitsplätzen für RemoteDesktop-Sessions genutzt hatte, aufgeben. Und damit war leider das Kapitel, mit einem kleinen Mac-Museum zu arbeiten, beendet. Was bleibt, sind alte Fotos von CubeG4, Acrly-Cinema-Display, iMacG4 (Lampe/GooseNeck) und iMacG5 in Aktion.

    Danach gab es einen Interims-Versuch mit 2009er 24" core2duo iMacs und Win10pro - die waren dann aber im Betrieb zu lahm, um damit glücklich zu werden. Aktuell laufen deshalb mid2012er 2,3GHz quad-i7 MacBookPro9,1 mit Win10pro als full-clients - und selbst die sind lahmer, als die vorherige TerminalClientServer-Installation (vermutlich, weil die Betriebs-Software-Lösung immer noch eine 32-bit Flickschusterei ist).

    Für HomeOffice-Arbeitsplätze und VPN/RDP laufen "early-intel" 2008er Macbooks mit MojavePatch immer noch, wie geschmiert.


    Persönlich ist mein täglicher Begleiter seit längerem ein 17" early2008 c2duo 2.5GHz MacBookPro mit MojavePatch, SSD und 6GB DDR2-RAM. Das Display ist grossartig und die meisten Dinge, die ich erledigen will/muss, laufen damit immer noch ganz geschmeidig.

    Für anstrengende Arbeiten muss dann das/die mid-2012 15" MBP9,1 herhalten - die letzte Generation der 15" preRetina MacBookPro, die zudem nicht von den GPU-Ausfällen der i5/i7-Vorgängerversionen geplagt sind.


    Seit Anfang des Jahres liegen aber wegen der anstrengenden Corona-Situation (8-10h FFP2-Maske auf der Arbeit) die meisten Computer-Spielereien auf Eis. Meine persönliche LinuxMint-challenge auf einem 2009er 15" MacBookPro war dabei eine richtige Erleuchtung und hat weiteren Fortbestand ...

    Andere Projekte mit 68k-Macs, PhoneNet-To-Ethernet via WallstreetPowerbook und PPC/os9 Macs sind allerdings leider aus Zeit- und Platz-Gründen ins Hintertreffen geraten. Naja, ohnehin l'art pour l'art ...

    Schuld daran ist vielleicht auch ein Fahrrad mit ElektrikTrick, auf dem ich seit April bisher 1800km zurückgelegt habe - die schönsten Sommerferien seit langem und dann auch noch vor der Haustür. Zurück zu den Wurzeln ... Mit dieser Erfahrung müssen sich zukünftig alle Dinge messen.

    Cheerio ...


  • bobo

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  • Windows10 auf einem alten Mac ...

    Habe anlässlich der Server-Umstellung einige Macs als Full-Clients mit Windows10Pro ausgerüstet.

    Hier die Quintessenz:

    Bei 64bit-fähige Core2Duo Macs läuft Windows10 ohne Last zunächst augenscheinlich gut. Mit komplexerer Software und im Netzwerk wird das ganze dann aber quälend langsam. Leider sind dabei ein paar schöne 24" iMacs auf der Strecke geblieben ...

    Mit letzten preRetina mid2012 15" MacBookPro (quad-core i7, 4x2,3GHz) kann man eine akzeptable Performance bekommen.

    Wichtig ist, dass Windows auf einer MBR (MasterBootRecord)-Partition installiert wird und nicht auf einer Festplatte/Partition, die mit GPT (GUID Partition Table) formatiert ist. Sonst hat man beim oben erwähnten MBP das Problem, dass man keinen Sound hat (habe dieses Problem bei einer Win10 Installation auf einer GPT-Partition nicht lösen können).

    Liegt vermutlich daran, dass Apples BootCamp-Lösung (d.h. Installations-Routine für Treiber etc) auf eine MBR-Partition für die Windows-Installation ausgelegt ist.


    Linux auf einem alten Mac ...

    War bislang immer Zaungast im Linux-Lager mit Linux-Installation als Virtuelle Maschine.

    Jetzt habe ich mal den Versuch unternommen, wie weit ich mit nur Linux komme. Und bin richtig angetan!

    Mac: Core2Duo 2,8GHZ MacBookPro von 2009 mit SSD und 8GB RAM

    Linux: LinuxMint / Cinnamon

    Performance (speziell TouchPad und Gestures) ein bischen (merkbar) hakeliger, als unter OSX - aber damit kann man leben.

    VPN/RDP nach FritzBox/Büro-Server mit Win10Pro funktionierten auf Anhieb.

    Video-Streaming gut. Sound geht so.

    MS Office online über Browser oder via VirtualBox mit Win2k/WinXP/Win7 gut.

    Leider habe ich mit VirtualBox kein Virtuelles OSX hinbekommen. Schade. Wäre genial gewesen, um mit DEVONthink so auf mein papierloses Büro zugreifen zu können)

  • bobo

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  • Moin,


    Linux ist allgemein (und nicht nur) für alte Intel-Macs eine gute Option, wenn MacOS X nicht mehr unterstützt wird. Sollte aber ein C2D-Prozessor mit 64-Bit-Unterstützung sein, RAM möglichst mehr als 4 GB und die alte Festplatte sollte man wirklich durch 'ne SSD ersetzen.


    Dann läuft das alles ziemlich rund, ich habe damit einige längst "abgeschriebene" iMacs wieder benutzbar gemacht.


    Auf 'nem Macintosh 128k (immerhin mit 512 kB RAM) hat man damit kein Glück, will man aber auch nicht, da muss das original System laufen, ebenso auf einem Lampen-Mac mit G4, immerhin läuft da schon ein MacOS X, allerdings so alt, dass man selbst ans Surfen im Internet kaum denken mag.


    Aber man kann eben nicht alles haben und um "Produktiv" geht es bei solch alten Schätzen ja nun wirklich nicht.

  • Auf 'nem Macintosh 128k (immerhin mit 512 kB RAM) hat man damit kein Glück ...

    :lacht:




    PS: ... fahre immer noch ganz gücklich mit meinem Klopper von early2008 c2duo 17"MacBookPro (zum Glück eines aus Apple's GPU-Austausch-Programm) und Mojave-Patch als letzte Wiese, um 32-bit Kompatibilität und HFS+ zu erhalten. (Achja, das hab ich ja schon geschrieben...)

    MojavePatch läuft erstaunlicherweise damit immer noch gefühlt flüssiger die LinuxMint/Cinnamon-Installation auf einem 1,5 Jahre jüngeren 15" c2duo MBP, das etwas bessere Benchmarks und mehr GHz und RAM hat.

    Musik hören macht auf dem 17" MBP mit macOS und BassJump-Subwoofer auch mehr Spass.

    Letztendlich entscheidet die Aufgabe über die Mittel&Werkzeuge.