Posts by logic

    Meine Begeisterung entspringt der schieren Kleinheit des Bose Mini. Ich habe nämlich noch einen anderen Kleinen hier stehen. Von dem war ich anfangs recht begeistert. Aber als dann der Bose Mini kam, merkte man den Unterschied dann doch sehr deutlich - allein in den Bässen.

    Ja, es gibt in der Tat Kleinstlautsprecher die weniger Musik spielen als die Boseprodukte. Die meisten davon kosten dann aber auch weniger als die Hälfte.
    Und, entscheidender, es gibt eine mindestens ebenso große Zahl an Mitbewerbern die es, zum Teil deutlich, besser machen.


    Du beschreibst Deinen Eindruck mit "merkte man den Unterschied dann doch sehr deutlich - allein in den Bässen".
    Das genau wird oft grundlegend falsch verstanden. Viel ist ungleich gut. Richtig ist gut! Und das ist schwer ...


    Ein Rotwein ist auch nicht besser oder ehrlicher, nur weil er süßer als ein anderer schmeckt. Natürlich entscheidet hier auch ein wenig die persönliche Präferenz. Aber der Korridor zur Wahrheit ist doch enger als das Angebot.
    So ist ein im schlechten Sinne fetter, unkontrollierter und wabernder Bass ebenso weit von der Wahrheit entfernt wie die gepantschten Frostschutzabfüllungen. Auch wenn sie den unbedarften Konsumenten nur allzu leicht täuschen können.
    Der Tieftonbereich ist sogar der physikalisch anspruchsvollste im Lautsprecherbau. Zudem nahezu linear abhängig von unvermeidbaren Parametern, wie z. B. bewegte Luftmenge und übermittelter Schalldruck, um nur wenige zu nennen. Und das können Klein(st)lautsprecher schon prinzipbedingt nur schwer bis gar nicht erreichen.
    Deshalb wird hier sehr viel getrickst. Heutzutage auch elektronisch. Mit mal mehr und mal weniger Erfolg ...


    Bose war bereits in den 90ern sehr erfolgreich mit einer realitätsfernen Satellitenserie aus dem Mikrokosmos.
    Unerfahrene Hörer waren beeindruckt von einem zunächst vermeintlich vollen, i. S. v. einen Großteil des hauptsächlich genutzten Frequenzbandes abdeckenden, Klangeindruck.
    Dabei mussten sie die Lautsprecher(chen) sogar suchen, so klein waren sie.
    Natürlich funktionierte dieser Trick nur mit Unterstützung eines versteckt aufgestellten Subwoofers. Voilá, die Kundschaft war beeindruckt und zahlte gern die absurd überhöhte Ablöse die der Handel aufrief.
    Papa wollte fetten Wumms, bekam aber von der "Regierung" niemals eine Freigabe für "normale" Lautsprecher. Da waren die Bosetrötchen in der halben Größe einer Coladose die Lösung, wie es schien. Der WAF stimmte, die Freigabe wurde erteilt und Papa ging, zunächst glücklich, nach Hause.
    Für die "Regierung" war das Thema damit für dieses Leben ausdiskutiert. Papa erkannte jedoch schnell, wie sehr er verladen wurde.
    Thema erledigt. Hobby eingestellt. Kulturverlust eingetreten.


    Schade. Für die Kunden. Aber auch für die ehrlichen Anbieter.


    Nur manchmal halten sich Mythen dann doch länger - wie wir sehen.


    Dabei ist das gar kein Vorwurf, eher bedauerlich.
    Woher soll jemand (Du bist hier ausdrücklich nicht gemeint!), der vielleicht sogar durch die eigenen Eltern über die sogenannte Erlebnisgastronomie, wie den Schachtelwirt mit dem großen M, als gültige Nahrungsaufnahme sozialisiert wird, aus eigener Erfahrung wissen, wie Essen wirklich schmeckt. Worin sich Fleisch und Gemüse und Salat, womöglich gar saisonal, unterscheiden.
    Wollen wir im einen wie anderen Thema qualitativ neue Grenzen erfahren, sind wir gefordert auszuprobieren. Zu schmecken. Auf die Bekömmlichkeit zu achten und auf Körper und Seele zu hören. Wo widerfährt uns im wahrsten Wortsinne abgespeist zu werden und wo lauern die verlockenden Feinschmeckerüberraschungen? Die, bei denen wir gespannt sind auf den nächsten Happen und ihn mit Freude kaum erwarten können.
    Wie oft wurdest Du beim großem M schon überrascht und wie oft konntest Du neue Ufer erklimmen bei der Verkostung von wirklicher Nahrung?
    Das Gleiche gilt für die Musik. Einfach mal über den Daumen geschätzt sind > 95 % der Veröffentlichungen, aber auch der Wiedergabeketten, so liebevoll kreiert und abgeschmeckt wie ein FastFood-Burger.
    Ob das dann erfüllender Genuss ist oder sein kann, darf, zum Glück, jeder für sich entscheiden. Nur denke ich, eine Entscheidung sollte bewusst getroffen werden. Und das ist, mangels Information und Erfahrung, meist nicht der Fall.


    Einen metaphorischen, guten Appetit wünscht,


    logic

    Habe heute Abend zwei Stunden lang eine LP/CD gehört, die mir schon seit 20 Jahren gefällt.

    Genau das habe ich mit meinen Posts im Nachbarthread gemeint.
    Hin- und Auseinandersetzen mit einem Werk. Oder mehreren. Genießen. Nachdenken. Fühlen. Schwelgen. Eine innere Reise antreten und irgendwann zurück kehren. Erholt. Beseelt. Und voller Tatendrang.
    Du kennst sie demnach doch, die Magie in der Musik. Stelle Dir erst einmal vor, wie viel Du "erlebst" wenn die Elektronik auch noch mitspielt ...
    Was war's denn eigentlich? LP oder CD? Vermute letzteres, denn eine Phonostufe dürfte dem von Dir beschriebenen Verstärker fehlen.


    logic

    Mit 16 habe ich mir zwei Braun Boxen für 600 Mark pro Stück gekauft. [...] Später kamen diverse Canton dazu. Und dann Quadral. Das muss reichen.

    Sagt wer? Und warum sagt er das?
    Lieber Slubber, ich kenne Dein Alter nicht, schätze aber, dass die Olympischen Spiele in München nur kurz vor den Erwerb Deiner Braun Lautsprecher in die Chronologie passen.
    Halte Dich mal eben fest. Es tut ein klein wenig weh, aber nur kurz:
    Auch wenn es überraschend erscheint, in den folgenden Jahrzehnten ist doch einiges geschehen. In Technik, Erkenntnis, Fertigkeit. In allen mir bekannten Bereichen des Lebens. Und oft begrüßen wir die Fortschritte.
    Einerseits hast Du in den vergangenen 10 Jahren > 3 Mal einen harten, sehr harten Schnitt und Neuanfang im Bereich PIM bzw. Smartphones hingelegt. Warst einer der großen Verfechter von PalmOS, später webOS, nicht zu vergessen die "Perlendiskussion", landetest bei BB und diskutierst heute über Android.
    Andererseits schreckst Du bei Produkten die Du ohne Änderung 4 bis 5 Mal so lange nutzt wie alle Mobilplattformen zusammen - und die in dieser Zeit ebenso alterten wie wir alle - nicht vor einer Aussage wie "Das muss reichen" zurück.
    Nicht falsch verstehen. Du darfst das sagen. Nur ist es eben nicht überzeugend logisch. Außer, Dir liegt wenig an der Musik und mehr an Smartphones. Aber das habe ich bislang so nicht heraus gelesen ...


    Ich habe einen Cousin, der lebt als Doppel-Doc in Italien [...] Musik ist seine große Leidenschaft. [...]
    Dem habe ich in seiner Villa dann aber mal klar gemacht, dass seine beiden Hochtöner kaputt waren, links und rechts - seit drei Jahren. Da hat er gestaunt.

    Ich hoffe, er ist kein HNO ... :D


    Ja, ich kenne jemanden, der für einen Verstärker auch mal 15 000 hinlegen würde. Die Kategorie ist mir echt zu hoch. Das ist Fetisch. Messtechnisch läuft da nicht mehr viel. Und hören würde man es wohl nicht.

    In der Tat muss man es nicht hören. Andererseits sind mir bislang sehr, sehr wenige Verstärker dieser Preisklasse begegnet, die nicht _deutlich_ besser waren als die für, sagen wir, ein Zehntel des Aderlasses. Ob jemand derart viel Geld in eine einzige Komponente steckt, überlegt er sich hoffentlich gut. Denn dazu gehört noch eine angemessene Quelle, entsprechende Verkabelung, eine taugliche Aufstellung und, nicht zuletzt, ein Satz fähiger Lautsprecher.
    Aber wer sind wir, darüber zu richten, wie andere ihre Moneten verjuxen? So lange sie diese ehrlich erworben haben ist mir das absolut wumpe ...
    Außerdem, wer im Glashaus ...


    Zumindest nicht ab 40 Jahren aufwärts (wohl besser gesagt: abwärts).

    Und genau hier beginnt die Reihe verhängnisvoller Irrtümer!


    Hören ist keine Frage der wahrnehmbaren oberen Grenzfrequenzen allein. Andernfalls gäbe es keine Dirigenten jenseits der 30. Und das wäre jammerschade!
    Nein, richtiges Hören setzt sich aus sehr viel mehr zusammen. Es gehört durchaus ein gerüttelt Maß an Erfahrung dazu. Ein Verständnis für die Musik, für Raum, Musikalität, Harmonien, den erfahrenen Klang akustischer Instrumente, ernstes Interesse UND die Liebe dazu!
    Aus all diesen Gründen zeigt selbst ein > 70 jähriger Dirigent, im Regelfall, einem 40 Jahre jüngeren Kollegen mit Leichtigkeit seine Grenzen auf.
    Messtechnisch verliert er übrigens ebenso klar. Aber nur dort ...


    Musik ist heute allgegenwärtig. Sagen wir, weil wir ständig berieselt werden. Aber ist sie das? Meiner Meinung nach nur eingeschränkt.
    Wir unterliegen in der Tat einer Dauerberieselung. Können kaum ausweichen von in Produkt und Wiedergabe fragwürdigsten "Werken", die uns - ob wir wollen oder nicht - in die Ohren gezwungen werden.
    Viele Menschen würden ohne jede Scheu sagen, sie haben auf oder vom Weg zur Arbeit Musik gehört. Im Autoradio, über das Smartphone, das was von den Sitznachbarn herüberschallte oder in durchschrittenen Gebäuden im Hintergrund lief. Nun, um ehrlich zu sein hat das überhaupt nichts mit Musik zu tun.


    Nimm Dir mal eine Gitarre und zupfe eine (gestimmte) Saite an. Schlage ein paar Tasten eines Klaviers an oder lausche einfach nur einem Saxofon oder einer Flöte.
    Nicht, während Du auf einem Bahnhof stehst, mit einem "Ruhe"Geräuschpegel von > 70 dB. Zu Hause. In einem ruhigen Raum.
    Nimm wahr was passiert. Wahrnehmung geschieht mit Deinem _ganzen_ Körper!
    Höre hin. Wiederhole es. Du wirst feststellen, die Saiten haben ein Zupf- oder Anschlagsgeräusch. Sie bauen den Ton auf und lassen ihn ausklingen. Das Saxofon oder die Flöte teilt Dir den Weg der Luft durch das Instrument mit. Sie klingt kehlig, hohl, trocken, ja manchmal zischt es ein wenig, weil die Klappen nicht richtig geschlossen haben oder der Finger nicht richtig positioniert war.
    Sind Dir jemals solche Gedanken gekommen beim "Konserven"konsum aus dem Radio?
    DAS, mein lieber Slubber, ist der Beginn. Und wenn Du hier ansetzt, wenn es Dich nun interessiert warum das so ist, dann hast Du den ersten Schritt zur Musikwiedergabe getan.
    Du beginnst die Musik zu achten. Ihren Wert zu erkennen. Dir Zeit zu nehmen.
    Plötzlich findest Du Dich wieder Dir Freiräume zu schaffen. Ein Stündchen hier. Zwei bis drei dort, in denen Du Musik hörst.
    Ja, _nur_ Musik hörst. Nebenbei läuft kein Fernseher. Es wird keine Spülmaschine ein/ausgeräumt oder gar der Staubsauger gequält.
    Du wirst Dich selbst finden. In der Musik. Es wird Dich packen. Oder auch nicht ...
    Dann sind die > 40 Jahre alten Braun-Exponate am € 12,- Verstärker doch nicht der Weisheit letzter Schluss. Oder Dir fehlt etwas, was nicht so einfach zu heilen ist ... ;)


    Ich habe hier einen Verstärker für 12 Euro (aus China) liegen und nutze ihn auch. Kann den Unterschied zum 400 Euro Gerät nicht hören. Dafür sind die Boxen recht gute Mittelklasse (so um die 500 € das Stück). Man hört ja ohnehin nicht immer laut ab. Und ab einer gewissen Pegelunterschreitung bei Hintergrundhören ist die Musik ja - im Vergleich zum Konzertsaal - nicht mehr natürlich. Da muss ja schon die Loudnesstaste nachhelfen.

    - € 12,- zu € 400,- Euro: Eines der Geräte muss defekt sein. Ich vermute beide! ;)
    - Ja, nicht immer ist eine reale Wiedergabelautstärke möglich oder erwünscht.
    Aber eine seriöse, gute Anlage ist auch leise besser als eine die *hust* weniger als ein Kasten Mineralwasser ohne Pfand kostet.
    - Und Loudness? Mein Gott! :oh-je:


    Irgendwo ist Hören extrem komplex. Tontechnik auch.

    Das ist völlig korrekt. Aus genau diesem Grunde darf diesem komplexen Vorgang und der notwendigen Technik auch ein wenig Respekt gezollt werden.


    Ich weiß. Aber die Chinesen haben Leute engagiert, die schon an der Uni waren. [...] Und ob die Teile abfackeln? Wer weiß. Die sind über eine 12 Volt Speisung angeschlossen. Da kann nicht viel brennen.

    Oft schon habe ich etwa so 8| geschaut bei Deinen hergeleiteten Schlussfolgerungen. Hier hast Du's wieder mal geschafft! ^^
    Kleiner Tipp am Rande und nur ganz kurz:
    Eine echte Christbaumkerze hat überhaupt keine Volt. Müsste demnach echt sicher sein. Na, dann frag mal die Feuerwehr was sie so über die Feiertage treibt ... :pfeift:


    All the best,


    logic

    Mein beeindruckendes System war eine komplette Kette von Burmester, [...]

    Ja, das gehört schon zum "größeren Kino". Ganz klar hohes Niveau! Es wäre am Ende eher nicht meine Wahl gewesen. Zu kühl. Zumindest in seinen Frühwerken. Technisch hingegen wahrlich beeindruckend. Auch in der angelegten Konsequenz.
    Er hat viel bewegt, Dieter Burmester. Er war sympathisch im Auftritt und ein jovialer Gesprächspartner mit, gemessen an der Tiefe seines technischen Verständnisses, erstaunlich empathischem Geschick für das richtige Marketing, die richtigen "Strippen" zur rechten Zeit. Sein verdienter Erfolg gab im Recht!
    Es gibt, auch weltweit, nur wenige mit einer - am Ende - doch solch erfolgreichen Vita. Leicht war es nicht, in dieser Branche ...


    Mein Bruder hat in meiner Zeit als Jugendlicher immer Stereoplay im Abo gehabt.

    Im gleichen Verlag (Motorpresse) erschien die Publikation Audio. Sie gaben sich nichts im Kampf um Auflage.
    So entstanden damals die bekannten "Audio-Ohren" als Bewertungsergebnisse. Sie simplifizierten, das war die Idee, die Vergleichbarkeit für Produkte gleicher Zielrichtung aus verschiedenen Häusern. Gemeinsam mit einer ewigen Bestenliste und Punkteskalen ermöglichte es Stammtischgesprächen "PS-Geprotze" und vermeintlich wissenschaftliche Objektivität.
    Stereoplay, erst recht in der Zeit unter Gerald O. Dick, lehnte das (zu Beginn) ab, ja machte sich teils lustig darüber.
    Auf einer frühen "High End" in Gravenbruch nach der auffälligen Beobachtung befragt, stets unterschiedliche Produkte als referenzwürdig zu erachten, obwohl man im gleichen Gebäude sitze und wohl auch über vergleichbare Testbedingungen verfüge, sagte er einst: "Das Einzige was uns verbindet ist die Zentralheizung!"
    Ja, die guten(?) alten Zeiten ... ;)


    Manch Leserschaft hat irgendwann realisiert, wie sehr gesteuert von Industrielobby, Werbeaufträgen und persönlichen, sagen wir, Verpflichtungen Produktauswahl und Artikeltenor ausfielen. Sie emanzipierten sich, begannen ihren eigenen Ohren zu trauen und waren damit für die Auflage größtenteils verloren.
    Andere erwarben brav und/oder hörig streng, was ihnen nach "Liste" verordnet wurde und verloren so wohl zwangsläufig irgendwann die Freude am Hobby - weil es trotz halber Vermögen die immer wieder investiert wurden am Ende doch nie "klang" ... Auch sie bildeten fortan keine Leserschaft mehr.


    So hat sich eine Branche (unter anderem) über viele Jahre leider selbst unglaubwürdig gemacht und ins AUS geschossen.


    Hm, also ein Verstärker für 2000 Mäuse ist für mich nicht "vom feinsten".

    Das kann er auch nicht sein. Mehr als 15 - 25 % können die eingesetzten Materialien in einer Großproduktion nicht kosten. In kleinen Serien noch weit weniger.
    Aber in diesem Preisgefüge fängt der Spaß, bei richtiger Komponentenauswahl, durchaus schon an. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab [...]


    Und Bass und Höhenregelung findet man bei hochwertigen Komponenten häuft nicht, das ist ganz normal, das braucht auch niemand. Dadurch wird der Klang ja nur verfläscht.

    [...] Unter anderem von der Einsicht, dass eine Bass- und Höhenregelung schon prinzipbedingt eine Entfernung vom Ideal eines unbeeinflussten Signals darstellt.
    Das Ideal eines Verstärkers ist der eines möglichst kurzen, geraden Stückes "Draht".


    Aber bei einem 12 EUR-Verstärker aus China wäre mir schon die Abbrenngefahr zu groß :)

    Und zwar für Haus, Hof UND zu schützende Gehörgänge ... :D


    logic

    fünf absolute Widersprüche: Bose - Mini - gut - umwerfend - 200 EUR

    Och, "umwerfend" ist ja zunächst nicht zwingend in eine Richtung wertend ... ;) Alles eine Frage der Erfahrung(en) und Ansprüche.


    Vom Fahrrad kommend ist ein Käfer manchmal "heaven on earth" - wärmer, schneller, trocken - und doch nicht das Ende der Fahnenstange. Ich kenne einige, die würden gar nicht auf die Idee kommen zu fragen, ob da mehr geht. Andere wiederum machen auch bei Porsche noch lange nicht halt und brauchen ständig mehr.
    Wer will da "urteilen". Alles erlaubt.
    Wenngleich bei mir ein ähnliches Gerät wie von Slubber beschrieben zumindest die Gartenarbeit beschallt, wäre es mir im Wohnraum kein Genuss.


    Bist herzlich willkomen in unseren anderen Musikthreads zu bereichern. Tipps, Tricks, Kniffe, Empfehlungen zur Hand?


    logic

    logic: Danke für die Tipps mit den Servern, auf denen die Musik lagert. Das muss ich mir mal näher ansehen. Bin kein Server-Versteher. Aber es klingt machbar.

    Die Erwähnung eines Servers beruht allein auf der Ausführung hier im Haus. Selbstverständlich kann auch Dein MB Air diese Aufgabe übernehmen. Wichtig für die ständige Verfügbarkeit ist eben nur, dass es nicht einschlummert wenn Du den Deckel schließt. Und dafür bedarf es lediglich einer kleinen Konfigurationsanpassung.
    Das kostet weder Geld noch Aufwand und Du bist einen ersten Schritt weiter ...


    Um Missverständnisse zu vermeiden: Hier hält der Server die iTunes-Sitzung bereit. Die Datenhaltung übernimmt ein NAS.
    Das hat u. a. den Vorteil, dass Du die Mediadienste unterbrechungsfrei anbieten kannst. Im Wartungsfall, oder einer Änderung im Netz, übernimmt einfach ein anderer Client die Bereitstellung der iTunes-Dienste und gewährt den Zugriff auf die Daten des NAS.


    logic

    Ach logic, Du bist echt witzig...

    Am liebsten! :D

    Wir könnten uns noch stundenlang über den richtigen Klang, das richtige Equipment etc, unterhalten, ohne dass etwas dabei herauskäme

    Das liegt daran, lieber bobo, dass eine Zielsetzung fehlt. Und das zu recht.
    Beabsichtigt ist ein lockerer Austausch, Anstoß zu neuen Ideen, vielleicht auch Hilfestellung(en). Bekehrungen hingegen, ganz anders als das bei IT-lastigen Produkten unvermeidbar erscheint, war zu keinem Zeitpunkt die Idee hinter einem neuen Themenangebot.
    Alles friedlich. Alles prima. Alles bunt. Und das auf Basis ausgefeilter Harmonie(n) - Vorsicht: doppeldeutig ;) - und ohne belehrende Besserwisserei.

    Klar - es gibt die ultimativen Lautsprecher, aber "so what ..."

    Das ist eben die Frage. Gibt es die ultimative Komponente?
    Ich glaube nicht. Alleinvertretungsanspruch kann es dort, für mich, nicht mehr geben. Die Ansprüche sind einfach zu unterschiedlich.
    Auch gibt es nicht die ultimative Platte. Das ultimative Auto. Oder gar die ultimative Frau. Oder doch? :) ;)
    Zu letztem Punkt habe ich zu Hause keine bestätigenden Erkundigungen eingezogen ... :pfeift:

    "Meine Combo MBP+Subwoofer" ist für mich und in meinen Ohren des Hörenden ok, [...] und wenn die nicht reichen, kauf' ich für 1000€ grossartige Boxen für unser Wohnzimmer ... ( mach ich aber dann doch nicht! :lacht:)

    Auch das ist eine interessante Diskussion. Für die richtigen High-Ender gibt es wohl für € 1.000,- gar keine großartigen Lautsprecher. Kann es nicht geben, weil der Aufwand zu groß ist. Die geben solche Beträge locker für einen Meter Kabel aus. Es kommt eben immer auf die Perspektive an. Oder auch nur auf den Grad persönlichen Wahnsinns bzw. Verlust an realistischer Bodenhaftung.

    Ist sowieso uninteressant, über 'was zu diskutieren, wenn die Gegenseite nicht das gleiche Setting zum ausprobieren und bewerten hat.
    Also bleibt bloss unidirektional zu berichten, was einem akustischen Spass macht.

    Genau darum kann es doch schon gehen. Sich gegenseitig mit Ansichten, Ideen und Tipps zu bereichern. Vielleicht auch einen netten Austausch unter Gleichgesinnten zu finden. Idealerweise ist das der Hintergrund attraktiver Foren. Und hier hat das schon einmal sehr, sehr gut funktioniert. Auch wegen qualifizierter Beiträge für die Du geschätzt wirst.


    logic

    Hi kulf,


    es freut mich über die Maßen von Dir zu lesen. Ein Hauch der alten Zeiten ... ein Silberstreif?

    Also vor Urzeiten (wir werden alt) habe ich mal auf der IFA, [...] den ersten Orpheus gehört. Das war schon sehr gänsehautig. Ist leider lächerlich gehypt der Saurier, und der Nachfolger ist nur noch was für Oligarchen. Schade drum.

    Gesehen habe ich ihn einmal, war wohl auch Gen 1, den Orpheus. Gelauscht habe ich ihm noch nie. Die gedungenen Schreiberlinge lobten ihn als Einzug ins gelobte Land der highfidelen Kopfbügler. Hm, habe schon viele gute Exemplare testen können. Recht gut fand ich u. a. die Stax. Und doch konnte ich mich nie vollends für diese Art des Musikkonsums erwärmen.
    Vielleicht, weil mir das körperliche Empfinden fehlt. Muss wohl, denn objektiv gesehen haben es Kopfhörer sehr viel leichter eine gute Signalübermittlung zu gewährleisten als Lautsprecher.

    Ansonsten war ich mal erstaunt, was noch geht, wenn die Schotten von Linn ihren knapp 20k EUR teuren Klimax DSM überarbeiten und der Nachfolger dann in allen Belangen noch besser ist. Gehört in Berlin.

    YES, da liegt die Wahrheit. Nicht bei Linn notwendigerweise. Da auch. Sicher. Aber es sind tatsächlich auch auf sehr anspruchsvollem Niveau erstaunliche, teils auch realistisch qualitative Qualitätsfortschritte zu verzeichnen.
    Natürlich gibt es auch viel Nonsens, Humbug und Vodoo. Und die wunderheilenden Quacksalber die lächerlichste Produkte feilbieten sind genau die, die eine ganze Branche ihre Glaubwürdigkeit verlieren lassen.
    Wäre doch auch mal ein Monatsthema. Das kann sehr unterhaltsam werden ... :D

    Und drittens mal vor Urzeiten eine Reise gen Sachsen nach Geithain gemacht. Unfassbar, wie geil unaufgeregt und völlig authentisch auch bei miesen Randbedingungen (saß ziemlich weit links vorne) ein guter Monitor (901k) eben ist. Die Dinger sind aber leider für den Heimgebrauch unentschuldbar hässlich. Und ich bin da keine Mimose.

    Diese sind mir auch unbekannt. Musste erst einmal recherchieren. ...
    Optisch kenne ich optisch deutlich schlimmere Exponate, wenngleich, hübsch sind sie nicht ... Hm ...
    Als ich mit bewusstem Hören begann, Jahrzehnte her, kannte ich fast alles am Markt. Lang ist's her.
    Mit was hörst Du heutzutage? Was fand Gnade vor Ohr und Auge? Und was ist der Rest der Kette, was bevorzugte Quelle?


    logic

    Leider gibt es kleine Benutzermängel, die mir auffallen. Der Laptop-Computer, der die Musikdaten auf seiner internen HD beherbergt, muss mechanisch immer aufgeklappt sein.

    Bin kein Sonosverfechter, dazu kenne ich es zu wenig. Aber eine Quelle kann natürlich nur gezogen werden, so lange sie auch verfügbar ist. Zugeklappt ist Dein Notebook entweder im Suspend-Mode oder gar komplett herunter gefahren.
    Eine Lösung könnte sein, die Konfiguration derart anzupassen, dass das Gerät bei geschlossenem Deckel "wach" bleibt. Das geht bei so gut wie allen mir bekannten Systemen.

    Das funktioniert nicht so, wie ich mir das eigentlich wünsche. [...] Ich finde die Bedienung von SONOS irgendwie nicht "idiotensicher". [...] Und wenn man hohen Besuch hat, ist das besonders hinderlich. Man wurschtelt an den Geräten rum, anstatt sich den brennenden Themen der Zeit zu widmen.

    Für Sonos kann ich, mangels Erfahrung damit, nicht sprechen.
    Hier ist für "Hintergrund-Lala" ein Mac-Server mit einem ständig verfügbaren iTunes, auf dem sich ein Teil der Plattensammlung befindet, aus allen Räumen via Ethernet erreichbar. An jeder Anlage gibt es ein Apple TV, welches den Zugriff auf das Repository erlaubt. Einfach, simpel, leicht verständlich.
    Ausgefeilte Kniffe wie Multi-Room o. ä. beherrschen Gäste damit noch nicht, sollen sie aber auch nicht ... ;)


    Vielleicht mache ich mir das Ganze zu einfach.

    Oder nicht einfach genug ... ;)


    logic

    Auf dass der Shitstorm wieder über mich hereinbricht ... :lacht:

    Beim Propagieren des Musikgenusses über einen Rechner und wie beschrieben hättest Du ihn fast verdient ... :oh-ja: :lacht:

    Bis 2009 gab's eine alte Stereo-Anlage aus den 80ern mit miserablen Boxen. [...] In 2009 bin ich privat von Windows auf Mac gewechselt und hab' alle unsere CDs in iTunes eingelesen. Das war eigentlich die Initialzündung, den Spass am Musikhören wiederzuentdecken - v.a. via Rechner und integrierte Lautsprecher oder via iPod/iPhone. [...]

    Musikhören "v.a. via Rechner und integrierte Lautsprecher" war eine "Initialzündung" in punkto Musikhören? Das finde ich äußerst interessant.
    Ich glaube in der Tat, dass das möglich ist, aber ich habe eine Theorie. Diese besagt, dass wir beim Konsum von Musik über derartige Ketten in unserem Hörempfinden unbewusst ersetzen, was dort aus technischen Gründen nicht reproduziert werden kann. Zumindest dann, wenn wir eine eigene Historie im bewussten Erleben von Musik über "mächtigere" Umgebungen erfahren durften. Hatte jemand von Euch schon einmal eine Art des beschriebenen akustischen déjà vu?


    Soundstick kannte ich, war zu diesem Zeitpunkt aber schon sehr lange für derartige Wiedergabeexperimente so weit versaut, dass sich ein Attribut wie "richtig" schon verbot, bevor ein erster Ton hätte erklingen können.


    BassJump sagte mir überhaupt nichts und mich musste Tante G**gle bemühen. Hm ...
    Damit hier ein wenig Leben in die Bude kommt, sage ich frank und frei heraus:
    "Leute, das hat doch nichts mit Musik zu tun. Das kann nicht gut sein, eher ist es anders als zuvor. Maximal weniger schlimm als ohne ...!" :oh-je: :lacht:


    Mit Kopfhörern habe ich mich ab und an ebenfalls beschäftigt und behaupte, jedes einem heutigen Mobilteil beigelegte Exemplar _muss_ besser sein als das Gewürge über ein Notebook, mit oder ohne angeschlossenen Bassbrüllwürfel.
    Und die akustischen Hörgangpfropfen aus der Telefonkrabbelkiste sind schon weiß Gott nicht vergnügungssteuerpflichtig.


    So, jetzt rasselt's den Shitstorm vermutlich auf meinen Post ... :lacht:


    Kommt schon, ein bisschen mehr als das Hören via Notebook habt Ihr doch sicher auf dem Kerbholz ...


    logic

    [...] kann das Ganze ja recht ungezwungen - wenn denn auch letztlich doch irgendwie effizient - eingefädelt werden.

    So ist's gedacht ...

    [...] Ich finde die Idee eigentlich ziemlich neu, dass sich ehemalige Kempen (in unserem Fall: PALM Adepten) noch mal im Nachgang in Wortgefechte verwickeln lassen (wollen).

    Es müssen ja gar keine "Gefechte" werden. Wir alle sind weiter, reifer, ruhiger. Zudem ist die Musik ein zwar ebenfalls vielschichtiges Thema und bedient unterschiedliche Auffassungen, befördert aber (hoffentlich) eine weniger religiös anmutende Parteienlandschaft.
    Gedacht war diese Forendiversität auch eher zur gegenseitigen "Befruchtung", der Bereicherung, dem Austausch von Tipps und Erfahrungen etc. Da sich wohl kaum zwei auch nur näherungsweise ähnliche Umgebungen finden lassen, so werden weniger Anmerkungen und Kommentare einen Beissreflex auslösen und ich erhoffe mir für uns einen gelassenen, geduldigen und großzügigen Umgang miteinander. (So war's hier übrigens auch schon mal ... <sigh>)

    [...] Es geht doch nichts über lang gereifte, satt abgehangene Gedankengänge, die nichts mehr erfüllen müssen.

    Hier formulierst Du etwas, was ich gern als Bestätigung dessen verstehen möchte ...


    Beste Grüße an alle Musikliebhaber und erst recht die Audiophilen,


    logic

    Schön, Slubber, dass Du den Faden aufnimmst! :thumbup:


    Wie wäre es mit folgendem Vorschlag zur Belebung der Gemeinde:


    Jeden Monat stellen wir ein neues Thema zur Diskussion. Dabei darf sich selbstverständlich ohne Limit so lange darüber ausgetauscht werden wie es Interessenten/Beiträge dazu gibt.


    Andere Fragen und oder Themen können zusätzlich zu jedem Zeitpunkt zur Diskussion gestellt werden.


    Die "Monatsthemen" erhalten eine laufende Nummer nach dem Muster: "Musik - #xxx Thema", und können so auch später noch leicht referenziert werden.


    Das erste Thema ist bereits unterwegs ... :)


    Beste Grüße,


    logic

    Na, dann versuchen wir's einfach einmal ...


    Hiermit habe ich einen neuen Thread eröffnet in dem wir den in bobo's Diskussion zur (Mac-)Oldtimerpflege angeklungenen Austausch zur verschiedentlichen Realisierung einer Musikwiedergabe konsolidieren können.


    Ausdrücklich möchte ich dazu motivieren, das Thema (auch) völlig losgelöst von IT-zentrischen Quellen zu nutzen. Warum hört Ihr was, wie, wo, wie oft und auf welche Weise? Allein oder in Gesellschaft? Exklusiv oder nebenbei? Was gibt Euch die Musik? Ist es ein Hobby? In "schlimmen" Fällen gar Berufung?


    Vielleicht fühlen sich manche von uns angesprochen, haben Fragen, Vorschläge und Ideen. Andere finden eventuell zu früherer Aktivität zurück, weil sie zwar unsere Gemeinschaft schätzen, die Themen zu mobilen Endgeräten für sie aber individuell ausdiskutiert erscheinen.


    Auch Empfehlungen zu Interpreten (aktuell oder Klassiker), Veranstaltungen (Konzerte oder Übertragungen), Plattenempfehlungen oder Geräteerfahrungen und und und können andere bereichern.


    Selbst empfand und empfinde ich Musik und deren gute Wiedergabe immer wieder als Bereicherung, auf die ich nur unter Verlust eines spürbaren Teiles an Lebensqualität verzichten könnte. Was ist Eure Position dazu?


    Ich bin gespannt auf Eure Eindrücke und Erfahrungen. Jetzt oder später. Wann immer Euch danach ist. Die Diskussion ist eröffnet ...


    Beste Grüße in die Runde,


    logic

    Hi bobo,


    kann in meinem Post so gar kein "gne gne gne ..." erkennen.
    Gerade auch i. V. m. der Überschrift das explizite Gegenteil.
    Und wenn Du Dich fortan durch Abwesenheit auszeichnen solltest, verliert dieses einst so lebendige Forum geschätzte > 50 % des aktuellen Nachrichtenaufkommens. Ich bin sicher, die wenigen treuen Seelen die hier noch Halt machen, würden das - zu recht - bedauern.


    Beste Grüße,


    logic

    Jungs, ich empfinde diese Sub-Diskussion als überraschend interessant und potenziell bereichernd für das Forum, auch wenn ich eher thgs Meinung teile.


    Warum nicht auslagern in einen eigenen Thread und dem Forum eine neue Perspektive geben?


    Eventuell gleich einen eigenen Bereich, angelehnt an diesen Thread unter


    "Gibt's hier noch irgendwelche Verrückte, (... die wissen wollen, dass Musik mehr braucht als einen Bose Sound-Link?)".

    Sonst ist hier aus nachvollziehbaren Gründen nur noch wenig bis gar nichts mehr los.
    Vielleicht finden mit der Zeit ein paar der erfrischend eloquenten Haudegen den Weg zurück ...
    Ist noch immer schade um die (einst) nette Gemeinde. <sigh>


    Beste Grüße,


    logic