Posts by Handspring

    Smartphones mit Tastatur sind ein verschwindend kleiner Markt für ein paar starrsinnige Gallier in einem kleinen Dörfchen. Dafür baut kein Hersteller mit Verstand eigene Geräte

    Doch. Im Moment gibt es eine ganze Reihe von Herstellern die Geräte mit Tastatur bauen:


    - Unihertz (mit Titan und Titan Pocket)

    - Planet Computers (mit Gemini, Cosmo Communicator und Astro Slide Transformer)

    - F(x)tec (mit Pro1-x)

    - Pinephone und Pinephone Pro (Linuxgeräte mit Tastatur als Option)

    - OnwardMobility mit Ankündigung für ein 5G Gerät


    Und ich bin mir ziemlich sicher, es werden auch weitere Hersteller auf den Zug aufspringen, werden ja immer mehr. Wenn ich unterwegs keinen Slepptop mit mir rumtragen möchte, aber trotzdem Mails schreiben und Dokumente bearbeiten will, ist eine gute Tastatur unerlässlich. Ich bearbeite keine Dokumente indem ich ein Display mit den Fingern streichle, als wäre es ein Frauenhintern.

    Ich besitze beide Tastaturgeräte von Unihertz, das Titan und das Pocket Titan. Beide über Kickstarter. Dazu einige Punkte von mir:


    - Die Kameras sind tatsächlich nicht zu gebrauchen; wer eine gute Kamera will, ist hier falsch.


    - Updates kommen unregelmäßig, so etwa 3 mal im Jahr; die security patches sind also nicht auf den aktuellsten Stand


    - alle Geräte von Unihertz erhalten mindestens ein Major Upgrade. Titan kam bei mir 2019 mit Android 9 und hat jetzt Android 10. Das Pocket Titan kam mit Android 11 und bekommt nächstes Jahr Android 12. Das ist nicht die Welt, jedoch besser als bei vielen namhaften Herstellern wir Motorola oder Blackberry, wo es häufig noch nicht einmal ein einziges Major-Upgrade gibt (Beispiel Blackberry Key2, ist bei Android 8 Oreo hängengeblieben)


    - Die taktile Pocket Titan Tastatur ist ein Traum, sogar besser als die vom Q10. Die Tastatur des Titan kann da leider nicht mithalten. Wer eine sehr gute Tastatur haben will, macht mit den Pocket Titan nichts falsch.


    - MediaTek reicht für die meisten Aufgaben völlig aus; natürlich wäre Snapdragon besser, würde das Gerät aber wesentlich teurer machen (ich habe bei Kickstarter etwa 200 Euro für das Pocket Titan ausgegeben)


    - Die Geräte werden auch über Amazon verkauft, man kann auch direkt von der Unihertz Webseite bestellen. Zollgebühren fallen nicht an, da Unihertz ein Lager in der EU hat (ich glaube in Polen) und von dort aus die EU-Kunden beliefert.


    - Pocket Titan Positivpunkte: gute Tastatur, recht kompakt, schnell genug für die meisten Aufgaben, ein Major-Upgrade garantiert (also bald Android 12), gute Akkuleistung


    - Pocket Titan Negativpunkte: schlechte Kamera, Sicherheitsupdates kommen unregelmäßig und spät, trotz kompakter Abmessungen dick und schwer

    Hab ich auch irgendwo gelesen, Fotos gibt es noch nicht. Wenn es eine physikalische Tastatur hat, werde ich mir das Teil zulegen. Bei Tastaturgeräten hat man kaum Auswahl, im Moment habe ich das Key2 und das priv. Hatte mir auch das Unihertz Titan gekauft (über Kickstarter), ist aber viel zu groß und zu schwer. Das Fx tec pro 1 hat eine Slider-Quertastatur, die gefällt mir nicht; das Ding hat zudem einen alten SoC und ist nirgendwo zu haben (Lieferzeit mehrere Monate). Also kaum Alternativen.


    P.S. manchmal hole ich das Treo 650 oder Treo 680 aus der Schublade und denke weinend an die schöne gute alte Zeit...

    Habe inzwischen zwei PASSPORTS. Die Teile sind einfach hammermäßig, was den Bildschirm betrifft. Ich kann es u.a. sogar als Kritzel-Kladde verwenden, weil der Schirm so breit ist. Mit "LectureNotes" (Android-Portierung) kann man ganz toll und schnell Texte mitschreiben. Man braucht dazu nur einen Eingabestift für 5 Euro (mit Spezialspitze). Das ist so hilfreich, weil man einfach loschreiben kann wie auf einem Stück Papier. Und man kann sehr gut editieren, Schriftteile löschen, malen, kleine Bildchen malen usw. .....


    Also ich möchte das PP nicht missen. Und deshalb habe ich gleich zwei davon. Man weiß ja nie.


    Slubber


    Bestes Gerät auf dem Planet.

    Quote

    Das ist mal wieder die typische Dienstleistung aus Amerika. So wie E-Scooter und der ganze andere Dreck. Man konstruiert krampfhaft Bedarfe wo keine sind, und wenn dann doch welche da sind (Menschen sind faul, eitel und "gönnen sich gerne mal was", weil sie ja immer noch nicht alles haben) dann hat mal wieder das Venture-Kapital gewonnen. Wenn nicht, dann eben nicht.


    "Hedonistische Adaption" nannten das die Griechen. Es beschreibt das Problem, dass wir uns an all die tollen Sachen so schnell gewöhnen, dass wir uns nach dem Kauf bald genauso beschissen fühlen wie davor. Vermutlich haben die damals auch schon Scheisse gekauft und sind dann daran so verzweifelt, dass sie sich sogar einen Begriff dafür ausgedacht haben.